Offene Fragen zum Eyller Berg



KAMP-LINTFORT (aka) In einem Brief an Bürgermeister Dr. Christoph Landscheidt fordert die „Bürgerinitiative Giftmülldeponie Eyller Berg" die Beantwortung offener Fragen ein. „Ihr Angebot, mit der Bürgerinitiative in einen offenen und konstruktiven Dialog einzutreten, setzt voraus, dass unsere Fragen beantwortet werden", heißt es im Schreiben von Vorstandssprecher Ulrich Blauert. Er will außerdem wissen, ob die Verwaltung weitere Informationen zur Sondermülldeponie Eyller Berg von der Bezirksregierung Düsseldorf erhalten hat. Die Stadtverwaltung hatte einen Fragenkatalog nach Düsseldorf geschickt. Falls das Antwortschreiben vorliegt, will die Bürgerinitiative Einsicht nehmen.


Die Bürgerinitiative befürchtet, dass die Deponie noch weit über das Jahr 2020 hinaus betrieben werden könnte. Sie beruft sich auf die Stadt Neukirchen-Vluyn, die errechnet habe, dass auf dem Eyller Berg noch rund 900 000 Kubikmeter Müll abgelagert werden könnten. „Dies steht im Widerspruch zu der vertraglichen Vereinbarung der Stadt Kamp-Lintfort mit der Eyller Berg Abfallbeseitigungsgesellschaft vom 29. Januar 2002", teilt Ulrich Blauert in einer Pressemitteilung mit. Diesem Vertrag sei zu entnehmen, dass die Deponie bis Ende 2016 verfüllt werde, bis Ende 2020 mit einer Oberflächenabdeckung versehen und rekultiviert werde. Blauert: „Fazit: Nach unserer Einschätzung ist es höchste Zeit, dass sich die Verwaltung und der Rat der Stadt Kamp-Lintfort umgehend mit diesem Problem beschäftigen und geeignete Maßnahmen ergreifen. Wir sehen es als notwendig an, dass diese Problematik in der nächsten Umweltausschusssitzung als Tagesordnungspunkt behandelt wird.“

Die Bürgerinitiative trifft sich am Donnerstag, 3. Dezember, 19 Uhr, im Vereinsheim am Eyller Berg zur Informationsveranstaltung.