Bis März Anhörung zum Eyller Berg

Neukirchen-Vluyn, 06.12.2009

Kamp-Lintfort/Neukirchen-Vluyn. Über eine Begehung der Sonderdeponie Eyller Berg berichteten Otto Sartorius und Ulrich Blauert bei der Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative Giftberg.

Dabei äußerten sie auch die Überzeugung, dass die Firma Ossendot die in der 2002 mit der Stadt Kamp-Lintfort getroffenen Vereinbarung genannten Termine für den Abschluss der Kippzeit und die Rekultivierung nicht halten wird. Sie gehen davon aus, dass nach 2016 noch ein Restschüttvolumen von mehreren Hunderttausend Kubikmetern zur Verfügung steht.


Verwundert ist man darüber, dass der erste Antrag zur Errichtung einer Sonderabfall-Behandlungsanlage fast zehn Jahre lang bei der Düsseldorfer Bezirksregierung geschmort habe. Rätselhaft ist für die Mitglieder der Bürgerinitiative auch, dass die Deponiebetreiber den Antrag nicht mit Nachdruck vorangetrieben haben.

Zurzeit werden die Antragsunterlagen (wie berichtet) überarbeitet. Sartorius geht davon aus, dass der überarbeitete Antrag spätestens im März eingereicht wird und dann erneut das Procedere der Anhörung der öffentlichen Träger beginnt. Im Zusammenhang mit dem bisherigen zähen Verlauf des Verfahrens kritisiert Otto Sartorius allerdings auch, dass Rat und Verwaltung in Kamp-Lintfort allzu lange die Köpfe in den Sand gesteckt hätten. erp.

Quelle: DerWesten - 06.12.2009
http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/staedte/neukirchen-vluyn/2009/12/6/news-142709337/detail.html