Pressemitteilung zur Mitgliederversammlung des Vereins „Giftmülldeponie Eyller Berg Neukirchen-Vluyn/Kamp-Lintfort“ am 12. Mai 2010


Die Mitglieder des Vereins „Giftmülldeponie Eyller Berg Neukirchen-Vluyn/Kamp-Lintfort“ wurden bei ihrer 2. Mitgliederversammlung im Vereinsheim des SUS Rayen durch den Vorstandssprecher Ulrich Blauert über die Aktivitäten seit der Vereinsgründung am 21.07.2009 und die neusten Entwicklungen rund um die Sondermülldeponie Eyller Berg in Form eines Rechenschaftsberichtes (s. Anlage) informiert.

Besonders interessierte die Mitglieder der Landschaftsplan des Kreises Wesel, der eine Waldbepflanzung und somit auch eine mehrere Meter dicke „Rekultivierungsschicht“ als notwendig ansieht.
Die Firma Ossendot hält dagegen eine „Rekultivierungsschicht“ von 1,50 Meter, wie sie die Deponieverordnung vorsieht, und eine Art „Heidelandschaft“ als angemessen für die Sondermülldeponie. Das Unternehmen beruft sich darauf, dass der Bewuchs mit Wald zu einer Beschädigung der Oberflächenabdichtung führen könnte und dies eine Gefahr bedeute. Zur Zeit wird dieser Zielkonflikt mit der Bezirksregierung abgeklärt.
Ulrich Blauert mache deutlich, dass die Städte Neukirchen-Vluyn und Kamp-Lintfort und der Kreis Wesel und der Vorstand des Vereins die Notwendigkeit sehen, dass der Landschaftsplan mit der geforderten „Rekultivierung“ in Form einer Aufforstung umgesetzt wird. Dies würde eine Deckschicht von mehreren Metern Erdreich bedeuten und letztlich zu einer Reduzierung der Restkapazitäten und damit der Laufzeit der Sondermülldeponie führen.

Hinsichtlich der geplanten chemisch-physikalischen Abfallbehandlungsanlage konnte Ulrich Blauert keine neuen Meldungen abgeben. Derzeit sei dem Vereinsvorstand nicht bekannt, ob die Eyller Abfallgesellschaft einen modifizierten Antrag zu dieser Anlage bei der Bezirksregierung eingereicht hat.

Bezüglich der vom Vorstand des Vereins geforderten Luftmessungen auf dem Gebiet der Stadt Kamp-Lintfort verwies Ulrich Blauert auf die nächste Sitzung des Umweltausschusses der Stadt Kamp-Lintfort am 10.06.2009. Hier werde seitens der Stadtverwaltung eine Stellungnahme der zuständigen Behörde bekannt gegeben.

Im weiteren Verlauf der Mitgliederversammlung wurden Ulrich Blauert, Otto Sartorius, Herbert Bongert, Kirsten Peters und Karin Behrendt-Bongert für ein weiteres Jahr als Vorstand des Vereins bestätigt. Zum neuen Mitglied des Vorstandes bzw. neuen stellvertretenden Vorstandssprecher für Kamp-Lintfort wählten die Mitglieder einver-nehmlich Alfred van Dalen, der auch im erweiterten Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz e. V. tätig ist.
Weiterhin wurde von der Vereinskassiererin – Kirsten Peters – ein ausführlicher Bericht über die finanzielle Situation des Vereins abgegeben und Axel Pieper, einer der beiden Kassenprüfer, bestätigte den korrekten und wirtschaftlichen Umgang mit den Mitgliedsbeiträgen und Spenden.

Ulrich Blauert, Sprecher der Bürgerinitiative Giftmülldeponie Eyller Berg Neukirchen-Vluyn/Kamp-Lintfort e.V. im Namen des Vorstandes