Unternehmen verwertet Baustoff wieder


Moers, 09.06.2010, DerWesten

Kamp-Lintfort. Dass sie noch immer Unterlagen von der Firma Ossendot zur beantragten Behandlungsanlage auf der Sonderdeponie Eyller Berg benötigt, das lässt die Düsseldorfer Bezirksregierung wissen.



Einen Gutteil ihrer Hausaufgaben hat hingegen offenbar schon die Firma „D+H Verwertung“ gemacht. Das seit 1996 an der Friedrich-Heinrich-Allee ansässige Unternehmen hat sich auf das Recyceln von Baustoffen spezialisiert.

Es möchte nach Erweiterung des Firmengeländes nicht nur die Jahreskapazitäten erhöhen, sondern auch gefährliche Stoffe vor Ort in einer Halle separieren. Geschäftsführer Manfred Grünberg nennt beispielhaft den Schotter vom Straßenunterbau, der mit Teerstücken durchsetzt ist. Diese Teerstücke würden dann am Firmenstandort ausgesiebt und durch einen externen Vertragspartner weiter bearbeitet. Den verbliebenen Schotter brächte „D+H“ nach Zerkleinerung in einer ziemlich neuen Brechanlage als Recyclingstoff wieder auf den Markt.

Grünberg versichert, dass auch weiterhin nicht an eine Bearbeitung gefährlicher Abfälle gedacht ist. „Wir sind nicht der Eyller Berg und wollen es auch nicht werden.“ Ebenso ausgeschlossen wird die Behandlung von flüssigen und schlammigen Stoffen. Als weiteres Beispiel für gefährliche Abfälle nennt er Böden, die nach Unfällen mit Öl oder Benzin leicht kontaminiert sind.

Der Geschäftsführer weist darauf hin, dass die Firma „D+H“, die zertifiziert ist und zehn Beschäftigte hat, für den Erweiterungsantrag ein Gutachten vom TÜV zu den Staubemissionen hat erstellen lassen. Auch Brand- und Lärmschutzaspekte wurden geprüft. Grünberg: „Wir bewegen uns in Grenzwerten, die sehr, sehr gut sind.“ Heute beschäftigt sich der Umweltausschuss, der ab 15 Uhr tagt, mit dem Antrag.

 

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/moers/Unternehmen-verwertet-Baustoff-wieder-id3089758.html

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