Strahlenden Müll für den Eyller Berg verbieten

Kamp-Lintfort. Auch Claudia Baitinger vom Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz bezweifelt die Genehmigungsfähigkeit des neuen Antrags, den die Firma Ossendot für eine Abfallbehandlungsanlage auf der Sonderdeponie Eyller Berg gestellt hat. Es sei nicht ersichtlich, dass durch die Anlage eine zeitnahe Verfüllung der Deponie erreicht werde. Vielmehr entstehe durch das angestrebte Projekt ein neues Abfallzentrum für die Annahme gefährlicher Stoffe.
Baitinger äußert die Befürchtung, dass die Anlage selbst nach Schließung der Deponie weiter "am Netz" bleiben werde. Andererseits fordert sie in einer stellungnahme für die Bezirksregierung die Befristung der Deponielaufzeit. Kritisch beurteilt sie die in der Behandlungsanlage vorgesehene Vermischung gefährlicher und weniger gefährlicher Abfallstoffe. Dies sei der unzulässige Versuch, durch eine Verbindung solcher Stoffe die vorgeschriebenen Grenzwerte einzuhalten.
Nicht zuletzt hegt Claudia Baitinger die Befürchtung, dass angesichts der geltenden Lockerungen der Bestimmungen für die Entsorgung schwach radioaktiver Stoffe, auch solche Abfälle auf dem Berg in Kamp-Lintfort landen könnten. Um dies von vornherein zu unterbinden, bitten die Umweltschützer die Düsseldorfer Genehmigungsbehörde, ein Verbot dieser Abfälle zu verfügen.
erp.

Quelle: WAZ/NRZ 4.8.2010, Abschrift

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