Eyller Berg : Klares Nein zu Deponieplänen

Moers, 05.09.2010, DerWesten

Kamp-Lintfort. Mit den Anträgen der „Ossendot Umweltschutz GmbH“ für eine Abfallbehandlungsanlage auf der Sonderdeponie Eyller Berg und Änderungen bei der Rekultivierung des Geländes beschäftigt sich am Donnerstag, 9. September, der Umweltausschuss.

Zur Rekultivierung macht die Verwaltung in einer Stellungnahme deutlich, dass an der Bewaldung des Berges unter Einhaltung des Höhenplans von 1969 festgehalten werden sollte.

 

Keinesfalls werde man der von Ossendot angestrebten Vergrößerung des Deponievolumens um etwa 150 000 Kubikmeter zustimmen, zumal dies auch zu einer Verlängerung der Betriebsdauer führe. Die Ablagerung von Abfällen müsse folglich so weit reduziert werden, dass auch die vorgesehene fünf Meter starke Wurzelsperrschicht noch passe. Zu dieser Sperrschicht möchte die Stadt auch noch genauer definiert bekommen, welche Abfallstoffe dafür vorgesehen sind.

Da die Behandlungsanlage nur noch ausschließlich der Deponie dienen soll, betrachtet die Stadt diese Änderung als ganz neues Vorhaben. Für das damit verbundene Verfahren fordert sie die Erarbeitung eines landschaftspflegerischen Fachbeitrags sowie eine eingehende Untersuchung des mit der Anlage verbundenen zusätzlichen Schwerlastverkehrs. Die Verwaltung geht davon aus, dass nach einer Inbetriebnahme der Behandlungsanlage der Lieferverkehr zum Eyller Berg um 74 Prozent steigen würde. „Davon sollen 70 Prozent durch das Gebiet der Stadt Kamp-Lintfort erfolgen“, heißt es in der Stellungnahme.

Der Lkw-Zuwachs beeinträchtige die Erholungsfunktion des Eyller Berges. In der Behandlungsanlage solle auch mit gefährlichen Abfällen, die Quecksilber, Arsen und Lösemittel enthalten könnten, hantiert werden. Im Hinblick darauf fordert die Stadt von der Bezirksregierung ein Konzept zur Überwachung der Abluft, die gefiltert aus einem zehn Meter hohen Schornstein in die Umwelt entweichen soll.

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/moers/Klares-Nein-zu-Deponieplaenen-id3654004.html

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