Eyller Berg: Stadt will kein Tanzbär sein

VON ANJA KATZKE - zuletzt aktualisiert: 10.09.2010

 

Kamp-Lintfort (RP) "Diese Drucksache enthält ein Bündel von überzeugenden Gegenargumenten", lobte Jürgen Maier (SPD) im Umweltausschuss die zusätzlichen Forderungen, die die Verwaltung in Sachen Eyller Berg der Bezirksregierung zukommen lassen will (RP berichtete gestern). "Man spürt den Willen, dass sich die Stadt nicht wie ein Tanzbär von der Eyller Berg Abfallgesellschaft an der Nase herumführen lassen will." Der Ausschuss gab der Verwaltung grünes Licht, die Stellungnahme der Stadt und die zusätzlichen Ergänzungen der Bezirksregierung als Forderungskatalog zukommen zu lassen.

 

Das Wort führte gestern jedoch weniger die Politik als die zahlreich erschienenen Bürger, die einmal mehr ihre Sorgen und Befürchtungen formulierten. Einhellige Forderung: Aus Sicht der Bürger muss ein stärkeres Überwachungssystem her. Sie hinterfragten, ob die Stadt Wasser- sowie Bodenkontrollen vornehmen und Luftmessungen durchführen lässt. Rita Hoff, Technische Dezernentin, musste jedoch immer wieder darauf verweisen, dass die Stadt nicht die zuständige Aufsichtsbehörde ist, sondern die Bezirksregierung in Düsseldorf.

 

"Wir sind mit der Überwachung der Deponie ebenfalls nicht zufrieden und haben ein stärkeres Überwachungskonzept gefordert." Uwe Schubert (SPD), Vorsitzender des Umweltausschusses, versprach: "Wir tun alles, damit die Anlage nicht genehmigt wird." Er forderte die Bürger auf, ebenfalls aktiv zu werden. "Wir brauchen die Unterstützung der Bürger, um die Behörden zu überzeugen, den Weg mit uns zu gehen", betonte die Technische Beigeordnete.

 

Wenig Erhellendes trug gestern die Lineg zur Diskussion um den Eyller Berg bei: Sie plant offenbar, die Messstationen am Eyller Berg abzustellen.

Quelle: URL: www.rp-online.de/niederrheinnord/moers/nachrichten/kamp-lintfort/Eyller-Berg-Stadt-will-kein-Tanzbaer-sein_aid_904682.html

 

{jcomments on}