Eyller Berg: Enttäuscht

Die letzte Umweltausschuss-Sitzung in Kamp-Lintfort spiegelte mal wieder den IQ unserer Stadtväter wider. Sie haben in 2002 dilettantisch gearbeitet und uns eine schwer lösbare Erbschaft hinterlassen. Zum Beispiel nutzte der Bürgermeister die Gelegenheit, sich im Fernsehen zu profilieren, aber in der für uns und seine Mitbürger wichtigen Sitzung erschien er nicht. Angst vor kritischen Fragen? Nein, vielleicht mussten einem 80jährigen Bürger Blumen überreicht werden. Konkrete Fragen konnten nur teilweise beantwortet werden. Frau Hoff als technische Beigeordnete und Herr Schubert als Vorsitzender sagten mehrfach: „Dazu können wir nichts sagen. Dafür bin ich nicht zuständig." Enttäuscht bin ich über die Vertreter der politischen Parteien, denn vor ihnen lag eine 30 Seiten lange Drucksache, in der die Stadt nun endlich gegen die geplante Abfallbehandlungsanlage argumentiert. Die Volksvertreter stellten keine Fragen an die Verwaltung und nach neun Minuten stimmten sie der Drucksache zu! Mal sehen, was aus dieser Sache noch wird.

Heinz Peters, Kamp-Lintfort

Leserbrief in der NRZ, Freitag, 24. September 2010, Abschrift

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