Eyller Berg: Die Stadt will ein Ende

Moers, 28.09.2010, Wolfgang Krause

Die Abfallverwertung am Eyller Berg beschäftigte den Stadtentwicklungsausschuss in Neukirchen-Vluyn.

Neukirchen-Vluyn. Beim Thema Kombistandort für den Feuerwehrneubau und den Baubetriebshof südlich der Tersteegenstraße kam es noch zur denkbar knappsten Entscheidung, beim Thema Eyller Berg hingegen war sich die Politik einig: Die Mitteilungsvorlage der Verwaltung wurde auf Anregung der CDU kurzerhand zur Beschlussvorlage gemacht – und ihr einmütig zugestimmt. „Keine Genehmigung für eine Abfallbehandlungsanlage“ heißt der Tenor.

„Immer wieder gab es neue Anträge, die uns immer wieder neue Arbeit machen“, beklagte der technische Beigeordnete Ralf Eccarius im Gespräch mit unserer Zeitung. „Wir erwarten, dass die Bezirksregierung auf die Anträge jetzt endlich mit einem Bescheid reagiert.“ Mittlerweile seien die Städte Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn sowie der Kreis Wesel auf einer Linie. Eccarius: „Es wäre schön, wenn der Druck jetzt endlich groß genug wäre.“

„Es darf nicht sechs Monate dauern“

Wolfgang Giesen (Grüne) äußerte die Befürchtung, dass ein Vorstoß der Stadt dazu führen könne, dass das Verfahren wieder verzögert wird. „Es darf nicht sechs Monate dauern. Aber die Verwaltung sagte Geschwindigkeit zu“, so Giesen gegenüber unserer Zeitung. „Wir als Stadt Neukirchen-Vluyn sind ja rein juristisch im Verfahren gar nicht beteiligt. Deswegen ist es gut, dass wir gemeinsam mit Kamp-Lintfort und dem Kreis einer Meinung sind.“

Günther Fesselmann (CDU) äußerte im Gespräch mit unserer Zeitung die Befürchtung, dass sich zu viel Druck auf die Bezirksregierung negativ auswirken könnte. „Wir wollen keinem die Pistole auf die Brust setzen. Aber wir stehen hinter der Verwaltung.“

Rolf Heber (SPD) ärgert sich darüber, dass „die Angelegenheit sich schon sehr lange hinzieht. Wir wollen uns nicht mit Änderungsanträgen auseinandersetzen, wir brauchen einen Schlussstrich“. Mit diesen immer neuen Anträgen dürfe die Betriebsgenehmigung nicht ins Unendliche verlängert werden, dürfe es nicht eine immer wieder neue Verwertung von Müll geben. „Die Belastung der Bürger muss endlich vorbei sein“, fordert Heber.

Quelle: Der Westen,  28.09.2010

http://www.derwesten.de/staedte/moers/Eyller-Berg-Die-Stadt-will-ein-Ende-id3771502.html