Bürgerinitiative fordert die Rekultivierung

von Anja Katzke
Kamp-Lintfort. Die Bürgerinitiative Eyller Berg setzt große Hoffnungen auf den Besuch der Regierungspräsidentin in Kamp-Lintfort: Wie berichtet hatte Anne Lütkes in einem Schreiben sowohl an die Bürgerinitiative als auch an die Stadt Kamp-Lintfort angeboten, einen Termin im Januar zu vereinbaren. "Uns ist es besonders wichtig, dass Sie den unsittlichen Antrag des Deponiebetreibers zur Aufforstung des Eyller Bergs zurückweist", betont Ulrich Blauert, Sprecher der Bürgerinitiative. Wie die Düsseldorfer Regierungspräsidentin der Bürgerinitiative mitteilte, liegt ihr aktuell ein Antrag des Deponiebetreibers vor, in dem die Behörde aufgefordert wird, festzustellen, dass die Forderung nach Wiederaufforstung des Eyller Berges unter Berücksichtung der Schutzanforderungen für das System der Deponieoberflächenabdichtung und unter Umsetzung des Stands der Technik nicht erfüllt werden könne. Dieser Antrag werde derzeit geprüft und bewertet.


"Der Deponiebetreiber will stattdessen Waldinseln mit einer mehrere Meter dicken Bodenschicht anlegen, die den Höhenplan überschreiten würde",  erklärt Otto sartorius, ebenfalls Sprecher der Bürgerinitiative. "Wir fordern hingegen, dass sowohl Landschafts- als auch Höhenplan eingehalten werden. Außerdem muss der Deponiebetreiber einen für die Bürger nachvollziehbaren Rekultivierungsplan vorlegen", formuliert Ulrich Blauert eine weitere Forderung der Bürgerinitiative. Blauert und seine Mitstreiter wollen offen in das Gespräch mit der Regierungspräsidentin gehen. "Für uns ist es wichtig, ob sie den Weg mit uns geht."


Die Bürgerinitiative begrüßt das Vorhaben der Städte Neukirchen-Vluyn und Kamp-Lintfort sowie des Kreises Wesel, in einem gemeinsamen Schreiben an die Düsseldorfer Bezirksregierung noch einmal auf ihre Belange und Forderungen aufmerksam zu machen. Die Rekultivierung des Eyller Berges ist nur ein Thema, das die Bürgerinitiative umtreibt: Sie will auch die geplante Abfallbehandlungsanalge auf dem Berg verhindern.

Quelle: Rheinische Post, 19.11.2010, Abschrift