Geordnetes Deponie-Ende sicherstellen

Moers, 18.11.2010, Ulrich Ernenputsch

Bild: www.derwesten.de

 

Kamp-Lintfort. Die Bürgerinitiative „Giftberg“ freut sich darüber, dass die Düsseldorfer Regierungspräsidentin (wie berichtet) im Januar zu Gesprächen nach Kamp-Lintfort kommen will. Das bekundete sie auch in einem Schreiben an Anne Lütkes. Zugleich machten die Sprecher der Initiative keinen Hehl aus ihrer Erwartung, dass die Aufsichtsbehörde – entsprechend dem Höhen- und Landschaftsplan von 1983 – an einer vollständigen Bewaldung des Eyller Berges festhält, der sich zu einem Naherholungsgebiet entwickeln soll.

 

Für eine unglaubliche Dreistigkeit hält Ulrich Blauert die Taktik der Deponiebetreiberin: „Sie will mit wirtschaftlichen Argumenten den Landschafts- und Höhenplan brechen.“ Dabei seien die Vorgaben ganz klar gewesen, als das Unternehmen den Berg gekauft habe. Neben der Ablehnung des Antrags erwartet die Bürgerinitiative auch, dass der Antragstellerin eine konkrete Planung für die Rekultivierung auferlegt wird.

Blauert warnt auch vor einer Anlage, in der schadstoffhaltige Stäube behandelt werden. Dafür gebe es keine Vorbilder in Deutschland und damit keine ausreichenden Erfahrungswerte. Beim Gespräch im Januar will die Bürgerinitiative auf eine ständige Luftüberwachung rund um die Sonderdeponie sowie Bodenuntersuchungen pochen, um festzustellen, ob von dem Abfallberg gesundheitsgefährdende Emissionen ausgehen.

Darüber hinaus hält es Initiativsprecher Ulrich Blauert für wichtig, auch die Frage der finanziellen Absicherung für ein geordnetes Ende der Sonderdeponie und Rekultivierung anzusprechen. „Hoffentlich sind wir Ende Januar nicht nur schlauer, sondern auch glücklicher.“

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/moers/Geordnetes-Deponie-Ende-sicherstellen-id3960002.html