Wochenmagazin 24.6.2009 (Abschrift)

„Das ist echt krank!“

Betrifft: Abfallbehandlungsanlage auf dem Eyller Berg.

Das ist Ja wohl die Höhe, nun möchte die Eyller-Berg‑Abfallbeseitigungsgesellschaft auch noch eine Abfallbehandlungsanlage. Es reicht ja nicht, dass sich die Grundfläche der Deponie nach Neukirchen‑Vluyn/Rayen um einiges vergrößert hat und damit der Gewinn. Es reicht auch nicht, dass die Deponie augenscheinlich auf der noch nicht rekultivierten Seite schon jetzt um einiges höher ist als auf der Rekultivierten ‑ obwohl das das Maß der Dinge war.

Nun soll noch eine Abfallbehandlungsanlage, die giftige Stäube verursachen kann, her. Und das wahrscheinlich auch noch oben auf der Deponie, damit sich die eventuellen Stäube auch ja gut mit dem Wind verteilen. Das ist ganz toll! Und der Wind weht meistens Richtung Kamp‑Lintfort, liebe Mitbürger.

Die Vertragsparteien sichern sich gegenseitiges Wohlverhalten zu ‑ das ist das Beste! Was ist das für eine Partei, die so asozial mit der Gesundheit ihrer Bürger spielt? Und das gilt auch für die Opposition, die ja schön still gehalten hat ‑ nach dein Motto "Ei­ne Krähe hackt der anderer kein Auge aus", und unbequeme Leute werden einfach aus der Partei gemobbt. Und da wundern sich die Parteien noch über Politikverdros­senheit?

Ich frage mich, wann die Lintforter Bürger endlich mal auf die Barrikaden gehen und sich wehren. Die Stadt verkauft Grundstücke zur Eigenheim‑Bebauung, an Familien mit Kindern (an der Gestfeldstr./ Crossbahn und an der Eichendorffstr.) und hat gleichzeitig diese Pläne unterschrieben ‑ das ist echt krank. '

Liebe Politiker, da wird mal eine sehr gute Erklärung fällig, und wirtschaftliche Interessen zählen dabei nicht.

E. Schindler, Kamp‑Lintfort

Danke für Aufklärung

Betrifft: Abfallbehandlungsanlage auf dem Eyller Berg.

Es ist erschreckend und zugleich skandalös, wenn man aus der Presse erfährt, wie verantwortliche Politiker unserer Stadt in 2002 wohlwollende Verträge mit dem Betreiber einer Giftmülldeponie beschlossen haben.

Da die Betreibung der Giftdeponie (vom Land NRW genehmigt) in Zukunft ausläuft, versucht die Betreibergesellschaft wohl, ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Menschen und der Umwelt, eine neue Einnahmequelle zu erschließen. Dieser Vorgang wurde von unseren gewählten Bürgervertretern auch noch unterstützt. Die Gefahren für die Bürger und Umwelt wurden von ihnen billigend in Kauf genommen. Gab oder gibt es wirklich keinen Volksvertreter, der im Vorfeld auf diese Gefahren, beziehungsweise die Bürger auf dieses brisante Thema hingewiesen hat?

Wir haben vor einiger Zeit das Ordnungsamt gebeten, Proben von der Verschmutzung durch Emission in unserem Umfeld einzusammeln und zu untersuchen, was auch erfolgte. Aufgrund der beruhigenden, mündlichen Aussage haben wir auf eine Strafanzeige wegen Umweltverschmutzung verzichtet. Durch den nun auftauchenden Bericht in der Presse bekommt unsere damalige Vermutung über den Verursacher ein neues Gewicht.

Ich möchte mich, auch im Namen meiner Nachbarschaft, bei allen Beteiligten für die aufklärende Arbeit bedanken.

Karl‑Heinz Seigner, Kamp-Lintfort

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