NRZ vom 25.06.2009 (Abschrift)

Müll: Neukirchen-Vluyn wird gehört

Im Stadtentwicklungsausschuss gab es Querelen um die Neugestaltung des Vluyner Platzes

Neukirchen Vluyn. Es gibt eine Arbeitsgruppe, die sich, bestehend aus Vertretern der Stadtverwaltung und Mitgliedern der Bürgergruppe "Blickpunkt Vluyner Platz" (BVP). Die kümmert sich um dessen Umgestaltung, aber so ganz reibungsfrei scheint die Besprechung von Themen und die Erinnerung an das Gesagte nicht zu sein. jedenfalls meldete sich am Mittwoch beim Tagesordnungspunkt 1 (Einwohnerfragen) des Stadtentwicklungsausschusses ein Moerser

Rechtsanwalt zu Wort, der im Auftrag der BVP das Protokoll der letzten Arbeitsgruppensitzung monierte. Es sei falsch und müsse korrigiert werden.

Protokoll: richtig oder falsch?

Es habe keine Einigung über die Eckpunkte der Entwicklung gegeben. Deswegen müsse die Mitteilungsvorlage geändert werden. Das lehnte die Verwaltung ab. "Unser Protokoll ist richtig", erklärte der 1. Beigeordnete Ralf Eccarius. "Es. ist auch von zwei Vertretern der Bürgergruppe genehmigt worden."

Viel wichtiger war da schon das Thema Abfalldeponie Eyller Berg. Eccarius: "Wir haben von dem Antrag erst aus der Zeitung erfahren und sind, anders als mehrfach von der Bezirksregierung zugesagt, nicht beteiligt worden." Nach den Artikeln in unserer Zeitung habe die Verwaltung die Stadt Kamp-Lintfort und die Eyller-Berg-Abfallgesellschaft (EBA) angeschrieben und sich auch an die Bezirksregierung in Düsseldorf gewandt. "Heute um 16.30 Uhr haben wir eine Mail aus Düsseldorf bekommen, dass uns Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben wird", so Eccarius. "Die Unterlagen dafür bekommen wir zugesendet."

EBA: Welcher Antrag wird gerade bearbeitet?

Der Beigeordnete zog in Zweifel, ob der Antrag überhaupt Rechtskraft besitze, zumal es mehrere gebe. „Der Ball liegt jetzt in Düsseldorf. Aber auch meine Kollegin in Kamp-Lintfort ist sich nicht ganz klar darüber, welcher Antrag dort gerade bearbeitet wird.“

Das sorgte für Beifall bei Otto Sartorius, einem Vertreter des BUND aus Kamp-Lintfort. Nach seiner Auskunft soll „ein ordentlicher Antrag der EBA noch gar nicht vorliegen“. Er verwahrte sich gegen die Vereinnahmung des BUND durch Kamp-Linforts Grüne.

WFK