Eyller Berg: Man spricht miteinander

Moers, 25.01.2011, Wolfgang Krause

Am Dienstag, 25. Januar 2011, demonstriert die „Bürgerinitiative Giftmülldeponie Eyller Berg“ für ihre Interressen vor dem Rathaus in Kamp-Lintfort mit Plakaten und Transparenten. Foto: Volker Herold

Am Dienstag, 25. Januar 2011, demonstriert die „Bürgerinitiative Giftmülldeponie Eyller Berg“ für ihre Interressen vor dem Rathaus in Kamp-Lintfort mit Plakaten und Transparenten. Foto: Volker Herold

 

Kamp-Lintfort.Die Sonderabfalldeponie Eyller Berg, so nennen sie die Betreiber (Gegner sprechen gern vom Giftberg),die Firma Ossendot zusammen mit der Eyller-Berg-Abfallgesellschaft, lässt regelmäßig die Gemüter hochschlagen. Während die Betreiber bereits seit über zehn Jahren darauf drängen, die Deponie weiter zu nutzen und eine Abfallbehandlungsanlage dort zu errichten, stellt sich die Stadt Kamp-Lintfort quer, möchte lediglich die genehmigte Verfüllung der Deponie erreichen (und das möglichst schnell), um sie dann zu schließen. Dabei weiß sich die Stadt, auf deren Gebiet die Deponie liegt, einig mit den Nachbarn aus Neukirchen-Vluyn – der Eyller Berg grenzt direkt an deren Stadtteil Rayen. Und auch die „Bürgerinitiative Giftmülldeponie Eyller Berg“ möchte die Anlage lieber heute als morgen geschlossen sehen.

Schwierige Gemengelage

Über diese schwierige Gemengelage informierte sich gestern Regierungspräsidentin Anne Lütkes, erst vor Ort am Eyller Berg, später im Gespräch mit Vertretern beider Städte und der Bürgerinitiative. Dabei machte sie hinterher gegenüber unserer Zeitung deutlich, dass es sich um eine interne Information gehandelt habe. Verständlich: Es handelt sich um ein laufendes Verfahren, das sehr formalen Kriterien genügen muss, und der Termin gestern war keine offizielle Anhörung.

Dennoch: Lütkes betonte, dass das Ergebnis offen sei, dass man gute Gespräche geführt habe und dass in der Zukunft die direkte Kommunikation fortgesetzt werde. Bürgermeister Christoph Landscheidt freute sich über die Zusammensetzung der Runde und darüber, dass „der gesamte Mitarbeiterstab der Bezirksregierung sich ein Gesamtbild der höchst problematischen Gemengelage“ machen konnte. „Diese ganze Palette von Problemen mit der Genehmigung für die Abfallbehandlung, der Laufzeit der Deponie, der Kontrolle der von ihr ausgehenden Wässer und Stäube hat eine sehr hohe Wichtigkeit.“

Neukirchen-Vluyns Bürgermeister Harald Lenßen zeigte sich überzeugt, dass die Fragen seiner Stadt in die Überlegungen mit einbezogen werden. Und auch Karin Behrendt-Bongert, Schriftführerin der Bürgerinitiative, gewann einen positiven Eindruck von dem Termin. „Die Bezirksregierung ist um Lösungen bemüht. Ich hoffe auf zielführende Entscheidungen.“

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/moers/Eyller-Berg-Man-spricht-miteinander-id4208261.html