Zuweilen ganz schön staubig

Eyller Berg: Nach Erkenntnissen der Bezirksregierung sorgt der Deponiebetreiber dafür, dass es keine Belästigung gibt

Wolfgang Krause

Kamp-Lintfort.
Wer an einem nicht bewachsenen Acker entlang geht, der kennt: Ein paar weitgehend trockene Tage reichen aus, um bei einem Windstoß Staubfahnen zu erzeugen. Und zuletzt war es ja schon ziemlich trocken.

Da wundert es nicht, dass das Auto von Staub umgeben wird, wenn man zum Beispiel unterhalb der Mülldeponie Eyller Berg entlang fährt. Denn dort befinden sich nicht nur freie, unbewachsene Flächen, dort wird natürlich auch Material bewegt. Wenn dann noch Wind hinzukommt, wird aufgewirbelt, was sich später in der Umgebung der Deponie wieder niederschlägt.



Die Frage ist nur, wie viel Staub normal ist – und wie viel man ertragen muss. Ist es zu tolerieren, dass man beim Autofahren trotz Trockenheit damit liebäugelt, die Scheibenwischer einzuschalten? Oder geht das schon über das in der Nähe einer Deponie übliche Maß hinaus?

 


Nach Ansicht der Bezirksregierung in Düsseldorf – sie ist mit ihrem Dezernat für Abfall zuständig – bewegt sich alles im zulässigen Rahmen. Sprecher Bernd Hamacher: „Mitarbeiter sind in den vergangenen drei Monaten rund ein halbes Dutzend Mal auf der Deponie gewesen, nachdem sich Menschen über von dort ausgehende Belästigungen beschwert haben. Dabei wurden weder Gerüche noch Staubentwicklungen festgestellt.“ Zusätzlich sei überprüft worden, welche Maßnahmen der Betreiber der Mülldeponie ergriffen hat, um so etwas zu verhindern. „Durch Besprengung wird Feuchtigkeit aufgebracht, die das Bilden von Staub verhindert und auch Zusätze gegen Gerüche enthält.“

Die Bürgerinitiative Giftmülldeponie Eyller Berg hat dem Landesumweltminister im März einen umfangreichen Fragenkatalog zu Staubmessungen vorgelegt. Er braucht noch Zeit zur Beantwortung.

Quelle:  12.05.2011 WAZ/NRZ, Abschrift