Hohe Bleiwerte im Futtermais

Kamp-Lintfort. Bei Untersuchungen von Futtermais, der auf einem Acker an der Deponie Eyller Berg angepflanzt wird, wurden sechsfach erhöhte Bleiwerte gemessen. Wie die Bezirksregierung am Dienstagnachmittag mitteilte, wurden die Untersuchungen vom Kreis Wesel als zuständiger Veterinärbehörde durchgeführt.

Der Mais ist noch nicht geerntet, so dass der belastetet Mais nicht als Tierfutter weiterverarbeitet, sondern entsorgt wird. Für die Ausfälle des Bauern wird voraussichtlich der Verursacher die Kosten tragen müssen.

Als Sofortmaßnahmen wird die Bezirksregierung Düsseldorf anordnen, dass offene Ablagerungsbereiche abgedeckt werden. Zudem wird bis auf Weiteres die Annahme der staubigen Abfälle untersagt.

Mit einem umfassenden Untersuchungsprogramm (Boden, Luft, Pflanzen, Wasser) soll die Ursache für die erhöhten Werte ermittelt und weitere Belastungen für die Zukunft ausgeschlossen werden. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat bereits vor einigen Wochen Bodenproben veranlasst. Ergebnisse liegen jedoch bislang nicht vor.

 

WAZ/NRZ 26.10.2011, Abschrift