NRZ/WAZ vom 9.07.2009 (Abschrift)

MOERS .KAMP LINTFORT . NEUKIRCHEN VLUYN

Bürgerinitiative gegen Giftmüll-Anlage

Gemeinschaft möchte Anerkennung der Gemeinnützigkeit und auch per Internet über Lintforter Sonderdeponie informieren.

Kamp-Lintfort/Neukirchen-Vluyn.

Die Sonderdeponie Eyller Berg und die Pläne der Betreibergesellschaft für eine Behandlungsanlage (wir berichteten) bewegen die Gemüter. Über 100 Bürger versammelten sich im Bergheim in Rayen, um Informationen zum Themenkomplex zu bekommen. Zugleich wurde der Entschluss zur Gründung einer „Bürgerinitiative Giftmülldeponie Eyller Berg Neukirchen-Vluyn/Kamp-Lintfort“ gefasst.

Angestrebt wird die Form eines Vereins, der als gemeinnützig anerkannt werden soll.

Als Sprecher wurden Otto Sartorius für Kamp-Lintfort und Ulrich Blauert für Neukirchen-Vluyn vorläufig bestimmt.

Zur Verbreitung von Informationen möchte die Gemeinschaft in Kürze mit einer Website unter www.giftberg.de von sich reden machen.

„Die Seite ist im Groben fertig“ sagt Blauert. „Alles was an seriösen Informationen zu bekommen ist, wollen wir ins Internet stellen“

Blauert verbindet mit den Informationen über die Ossendot-Gruppe und deren Aktivitäten die Hoffnung, dass sich darüber eine Eigendynamik entwickelt und letztlich jemand den Klageweg beschreitet.

Neben der Ablehnung der von der Eyller-Berg-Abfallbeseitigungsgesellschaft beantragten Behandlungsanlage für Sonderabfälle fordert die Bürgerinitiative eine lückenlose Luftüberwachung der Sonderdeponie in Kamp-Lintfort. Nicht nur Ulrich Blauert hegt nämlich die Befürchtung, dass schadstoffhaltige Stäube bei windreichen Wetterlagen durch die Gegend fliegen.

„Auf der Deponie sind kräftige Erdbewegungen im Gange und große Flächen sind nicht abgedeckt.“ Außerdem habe man beobachtet, so der Sprecher der Bürgerinitiative, dass Lkw ganz offen durch das Deponiegelände fahren.

erp