Unternehmer wehren sich

Der Protest gegen die Giftmülldeponie Eyller Berg weitet sich nun auf die Unternehmerschaft des Gewerbeparks Dieprahm aus. Gemeinsam mit der Bürgerinitiative beauftragte jetzt Martin Ziegler, Geschäftsführer von UFP Deutschland, den Fachanwalt für Verwaltungsrecht und ehemaligen Bürgermeister Thomas Rahner mit der Aufklärung der Vorgänge rund um den Eyller Berg. In einem Brief an alle Unternehmer wirbt Ziegler um Unterstützung: Es geht um die Gesundheit der Mitarbeiter.

„Wir haben hier 67 Prozent Westwind, das heißt, wir werden regelmäßig seit Jahrzehnten mit Gift vollgeweht“, so Martin Ziegler an die Firmenchefs. Seine Sorgfaltspflicht gegenüber seinen 145 Mitarbeitern habe ihn dazu bewogen, jetzt tätig zu werden, so der Geschäftsführer weiter. Der Fachanwalt solle nun prüfen, „ob wir es hier nicht mit Körperverletzung, grober Fahrlässigkeit und anderen Vergehen zu tun haben“.

Anwalt Rahner verlangte bereits im Namen seiner Auftraggeber Martin Ziegler und Ulrich Blauert, Vorsitzender der Bürgerinitiative gegen den Eyller Berg, von der Düsseldorfer Bezirksregierung die „möglichst zeitnahe Übersendung einer vollständigen und chronologisch geordneten Auflistung der bestehenden Genehmigungen zum Betrieb der Sonderabfalldeponie Eyller Berg unter Angabe des Genehmigungsgegenstandes“.

Harry Seelhoff

Quelle: WAZ/NRZ  19.11.2011