Eyller Berg: Landscheidt steht Rede und Antwort

Kamp-Lintfort

vom 27.06.2009

Kamp-Lintfort (RP) Das Thema Eyller Berg stand nicht auf der Tagesordnung: Viele Teilnehmer der Bürgerinformation im LTV-Heim brachten dennoch ihre Angst vor dem Bau einer geplanten Abfallbehandlungsanlage auf dem Eyller Berg zum Ausdruck. "Wird hier einem Unternehmen die Möglichkeit geschaffen, meine Gesundheit zu gefährden", fragte ein Anwohner. Bürgermeister Dr. Christoph Landscheidt wies Vorwürfe an die Stadt zurück und bemühte sich um eine sachliche Aufklärung: "Der Eyller Berg ist eine Deponie mit Bestandsschutz, die unter Aufsicht der Bezirksregierung steht." Die Stadt habe über Jahre versucht, gegen die Deponie vorzugehen. "Wir hatten aber keine rechtliche Chance." Im Jahr 2002 habe die Stadt eine vertragliche Vereinbarung mit der Eyller Berg Abfallgesellschaft getroffen, in dem ein Zeit- und Maßnahmenplan zur Rekultivierung des Eyller Bergs geregelt worden sei. "Wir wollten ein klares Ende der Deponie", erläuterte der Bürgermeister den Hintergrund des Vertrages, für den die Stadtverwaltung derzeit heftig kritisiert wird. "Wir sind damals davon ausgegangen, dass die Abfallbehandlungsanlage dazu beiträgt, dass die Deponie schneller geschlossen wird." Landscheidt lud alle Interessierten zu einer Sondersitzung des Umweltausschusses ein, der am Donnerstag, 2. Juli, im Rathaus tagen wird.

Quelle: rp-online.de