Protest ist nötig

Wenn in NRW nicht Wahlkampf wäre und die aufgestellten Landtagskandidaten sich nicht gerade durch Bürgernähe etablieren möchten, es würde sich bis heute wieder keiner in Düsseldorf um das verbreifte Recht der Eyller Berg-Anwohner bemühen.

Dem NRW Minister Johannes Remmel liegen doch die Uferschnepfen näher am Herzen als die Menschen in Kamp-Lintfort, die in seinen Zuständigkeitsbereich als Minister fallen. Höchste Priorität seines Amtes müsste die Aufklärung der Schädigungen bei Mensch und Natur haben, die durch eine Giftmülldeponie höchster Gefahrenklasse am Eyller Berg in Kamp-Lintfort verursacht werden.

Durch die eingelagerte Giftpotenziale geschehen regelrechte Vergewaltigungen einer Landschaft mit Gefährdungen der Gesundheit von Mensch und Tieren. Es ist jetzt für uns Bürger der Zeitpunkt gekommen, entweder bei der anstehenden Landtagswahl in NRW wieder den Kandidaten vertrauen, die in Sachen Eyller Berg viel versprechen und sich im Landtag dann an nichts mehr erinnern können. Oder eben mit Protesten das Ruder selbst in die Hand nehmen und so lange friedlich auf die Straße gehen bis unsere berechtigen Forderungen erfüllt und die Verschlusssachen durch die Bezirksregierung öffentlich bekannt gegeben werden müssen.

Lutz Malonek, Kamp-Lintfort

Leserbrief in der WAZ vom 25.04.2012