Grüne bekräftigen Nein zur Behandlungsanlage

VON ANJA KATZKE

KAMP-LINTFORT Im Vorfeld der heutigen Sondersitzung des Umweltausschusses in Kamp-Lintfort bekräftigten die Grünen in Stadt und Kreis gestern ihre Ablehnung gegen den Bau einer Abfallbehandlungsanlage auf dem Eyller Berg. Jürgen-Bachmann, Vorsitzender der Grünen in Lintfort, und Kreistagsmitglied Elisabeth Hanke-Beehrens befürchten, dass eine Genehmigung der Anlage durch die Bezirksregierung Düsseldorf dem Unternehmen ermöglicht, noch länger auf dem Eyller Berg tätig zu sein.

 

Die 2002 zwischen Stadt und Eyller Berg Abfallgesellschaft (EBA) geschlossene vertragliche Vereinbarung sehe das Ende der Deponie für das Jahr 2016 und die Rekultivierung für das Jahr 2020 vor. „Wir sind uns darüber hinaus nicht sicher, ob es juristisch möglich ist, die Genehmigung an eine zeitliche Begrenzung zu koppeln", betonte Elisabeth Hanke-Beehrens. Sorgen machen sich die Grünen, dass auf dem Eyller Berg eine Pilot-Anlage für die Behandlung von Sondermüll entstehen könnte. „In Nordrhein-Westfalen gibt es nur wenige Anlage für die Entsorgung von Sondermüll", hat Jürgen Bachmann in Erfahrung gebracht. Für die heutige Sitzung haben die Politiker einen Fragenkatalog zusammen gestellt. Sie wollen beispielsweise wissen, ob auf dem Eyller Berg die genehmigte Schütthöhe schon überschritten ist. Bachmann: „Wir können den Bürgern nur raten, ihre Einwendungen zu formulieren.

Rheinische Post 2.7.09 (Abschrift)