+++ Lesermeinung +++

„Viele Vertuschungen und Ungereimtheiten"

Betrifft: Sondermülldeponie am Eyller Berg

Da wollen die Giftmüllbarone Ossendot doch klarstellen dass ihre Sondermüll-Deponie, eine Deponie der Klasse III, keine Giftmülldeponie ist und lassen dazu eine Fachfrau für Abfallwirtschaft bei der Bezirksregierung erklären, dass es Giftmülldeponien seit 20 Jahren nicht mehr gibt.

Was ist geschehen? Kann da jemand aus Wasser Wein machen? Hat sich der Giftmüll (unter anderem Chrom-Schleifschlämme, Cyanid, weitere giftige Abfallstoffe aus der Industrie) in ganz normalen Hausmüll (der ja auch nicht „ohne" ist) verwandelt? Nein, aus der Giftmülldeponie wurde eine Deponie der Klasse III. Hört sich doch nicht mehr so schlimm an, ähnlich wie Hühnereier der Güteklasse I bis III.

Lassen wir uns nicht täuschen: die Giftmülleier sind Giftmülleier geblieben, auch wenn uns die Giftmüllbarone einen anderen Eindruck vermitteln wollen.

Dann lässt die Eyller-Berg-Abfallbeseitigungsgesellschaft wissen, dass ja in der Vergangenheit Messungen auf Luftverunreinigungen durchgeführt wurden. Stimmt – vier Monate im Winter (Staubfahnen im nassen Winter?). Die Messstation stand an der Realschule im Windschatten eines Mehrfamilienhauses.

Warum so viele Ungereimtheiten, Verharmlosungen, so viele Vertuschungen...? Mit Giftmüll ist nicht Geld, auch nicht viel Geld, sondern extrem viel Geld zu verdienen. Das heißt, eine Kuh, die so viel Milch gibt, soll leben.

Gerhard Krick, Kamp-Lintfort

Mittwoch. 22. Juli 2009, Wochenmagazin (Abschrift)