Stadt will neues Gutachten

Zentrales Thema der gestrigen Umweltausschusssitzung war wieder einmal die Giftmülldeponie Eyller Berg. Die Standsicherheit des Deponiekörpers im Hinblick auf die Einwirkung durch Bergschäden beschäftigt die Verwaltung. Dr. Christoph Müllmann, Erster Beigeordneter der Stadt, erklärte vor der Sitzung: „Wir wollen das Thema weiter verfolgen.“

Es solle, so Müllmann, eine kleine Expertise für die Stadt angefertigt werden. Diese wiederum solle die Bezirksregierung als Aufsichtsbehörde dazu veranlassen, die Standsicherheit der Deponie noch einmal zu überprüfen.

Es geht um die Bergschadensproblematik, um Senkungen und Abrisskanten. Ist die Deponieabdichtung noch intakt, und könnte sie durch möglicherweise noch zu erwartende Bergbaueinwirkungen beschädigt werden? Die Deponie, so Müllmann, sei immerhin ein statisches Bauwerk

Es ist schon zehn Jahre alt

Dazu Bürgermeister Dr. Christoph Landscheidt: „Das vorliegende Gutachten ist zehn Jahre alt.“ Außerdem sei es vom Bergbau selbst erstellt worden – Landscheidt sieht dringenden Handlungsbedarf. Informiert wurde der Ausschuss zudem über die Ergebnisse des Besuchs von Umweltminister Johannes Remmel am Montag. Der hatte entgegen seinen Äußerungen im Umweltausschuss des Landtages doch eine Möglichkeit gefunden, die Genehmigung einer Abfallbehandlungsanlage auf der Deponie noch im November zu verhindern.

Zwei Mitarbeiter der Lineg stellten zudem die Häufigkeit der Beprobung von Grundwasser-Gütepegeln rund um die Giftmülldeponie dar: Es werden dort sicherheitshalber wesentlich öfter als normal Proben gezogen.

Harry Seelhoff

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-moers-kamp-lintfort-neukirchen-vluyn-rheurdt-und-issum/stadt-will-neues-gutachten-id7229687.html