Drei Familien schreiben an Minister Remmel

Kamp-Lintfort. Drei Familien, die in Nachbarschaft der Deponie Eyller Berg wohnen, haben in einem Brief an NRW-Umweltminister Johannes Remmel ihre Enttäuschung über die aktuelle Situation ausgedrückt.

In dem Schreiben der Familien Knauer, Stephan und Schrix heißt es unter anderem: "Wir als Anwohner im Nahbereich der Giftmülldeponie, die für eine schnellstmögliche Schließung der Giftmülldeponie Eyller Berg eintreten, betrachten rückblickend das vergangene Jahr mit einem negativen Beigeschmack. Keines der Ziele, die Sie und die Bezirksregierung in dieser Sache ausgegeben haben, wurde auch nur annähernd erreicht."

Die Briefschreiber haben den Eindruck, das Ministerium und die Bezirksregierung seien gegenüber dem Betreiber der Deponie schlicht machtlos und ließen sich "mit einem Nasenring [...] durch die Manege führen". Mit Hohn betrachten sie den Vorschlag des Ministeriums, dem Betreiber die Umwandlung der Deponie in Gefahrenklasse 1 anzubieten.

"Nach unserem Verständnis kann man einem Betreiber, der vertraglich fixierte Höhenlinien und Böschungswinkel in der Vergangenheit ignoriert oder in Abrede gestellt hat, Vorschläge dieser Art nicht unterbreiten." Die vorgegebene Maximalhöhe von etwa 70 Metern sei beispielsweise längst überschritten. "Wir stellen ihnen anheim, die aktuelle Situation vor Ort zeitnah in Augenschein zu nehmen."

31. Januar 2014 | 00.00 Uhr

Quelle: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kamp-lintfort/eyller-berg-drei-familien-schreiben-an-minister-remmel-aid-1.4001890