Neukirchen-Vluyner Grüne fordern Informationen sofort

 

Rayen möglicherweise beeinträchtigt. Abfallgesellschaft nimmt Stellung


Kamp-Lintfort/NeukirchenVluyn. Die Veröffentlichungen in der NRZ haben die Neukirchen-Vluyner Grünen auf den Plan gerufen. Sie fordern eine sofortige und umfassende Unterrichtung durch die Bezirksregierung, die als Genehmigungsbehörde für die geplante Abfallbehandlungsanlage auf der Deponie Eyller Berg zuständig ist.

Die Sprecher des Ortsverbandes Wolfgang Giesen und Herbert Bongert: „Es soll mittels Lkw unter anderem mit Schwermetallverbindungen, zum Beispiel Cadmium, Arsen, Blei, und organischen Schadstoffen, zum Beispiel PCB, belasteter Industriestaub angeliefert werden." Das in der Anlage zur Diskussion stehende technische Verfahren sei noch nicht erprobt, es handele sich daher um eine Versuchs- oder Pilotanlage.

Anlage ist die Anpassung eines alten Antrages

Die Eyller-Berg-Abfallgesellschaft nahm ebenfalls schriftlich Stellung: „Bei dem vorliegenden Antrag handelt es sich um die Anpassung* eines bereits seit circa sieben Jahren bei der Bezirksregierung Düsseldorf anhängigen Altantrags, der zwischenzeitlich an den heute geltenden Stand der Technik und an veränderte Regelungen des Bundesimmissionsschutzgesetztes angepasst wurde."

Unter anderem heißt es weiter: „Die Rekultivierung des Eyller Bergs wird durch die Anlage nicht behindert, sondern gefördert. In Folge der Abfallvorbehandlung werden Abfälle zur Ablagerung gelangen, die zur Zeit in andere Entsorgungswege gehen. Die Anlage dient somit der schnelleren Auffüllung des Eyller Bergs und zu einer Vorverlegung der Rekultivierungszeiträume." Dies sei einer der Gründe gewesen, weshalb „die Anlage in den Vertrag von 2002 mit der Stadt aufgenommen wurde".    hr


20.6.09 NRZ/WAZ (Abschrift)