Besser gemeinsam gegen die Müllbehandlungsanlage kämpfen

Verwaltung wehrt sich gegen Vorwürfe der Neukirchen-Vluyner CDU, sie hätte nicht ausreichend über den Eyller Berg informiert. Bürgermeister Landscheidt ruft zur Geschlossenheit auf

Kamp-Lintfort. Entschieden weist die Lintforter Verwaltung die Kritik der Neukirchen-Vluyner CDU zurück, dass die Lintforter die Nachbarstadt nicht über den Antrag der Eyller-Berg-Abfallbeseitigungsgesellschaft informiert habe. Dazu erinnert Tiefbauamtsleiter Bodo Brügesch daran, dass das Verfahren für die Sonderabfall-Behandlungsanlage seit 1999 anhängig und auch in Neukirchen-Vluyn bekannt sei. So habe der Kreis auch im Mai 2008 und April 2009 in Stellungnahmen seine seit 1999 bestehenden Bedenken aufrecht erhalten.

Weiter heißt es in der Stellungnahme, dass nicht Kamp-Lintfort, sondern die Düsseldorfer Bezirksregierung Herrin des Verfahrens sei. Mithin sei man davon ausgegangen, dass auch die Stadt Neukirchen-Vluyn als Betroffene ins Verfahren eingebunden und entsprechend informiert werde - dies auch, da das in der Vergangenheit mehrfach eingefordert worden sei.

Dazu Bürgermeister Christoph Landscheidt: „Vor dem Hintergrund der allgemein bekannten Sach- und Rechtslage sind die Angriffe der CDU mehr als befremdlich." Als „Ausrutscher eines unerfahrenen Wahlkämpfers" wertet er die Kritik von Harald Lenßen (wir berichteten). Der Verwaltungschef appelliert an die CDU, gemeinsam daran zu arbeiten, dass es nicht zu der Behandlungsanlage sowie zu einer zügigen Schließung und Rekultivierung der Sonderdeponie kommt. erp.

Quelle WAZ/NRZ 15.8.09 (Abschrift)