Kritische Fragen der Verwaltung zum Eyller Berg

Kamp-Lintfort. Ebenso wie der Kreis geht auch Bürgermeister Christoph Landscheidt davon aus, dass die umstrittene Sondermüll-Behandlungsanlage am Standort Eyller Berg nicht genehmigungsfähig ist. Zum Vorhaben der Eyller-Berg Abfallbeseitigungsgesellschaft (EBA) hat die Verwaltung der Düsseldorfer Bezirksregierung einen Fragenkatalog vorgelegt, der auch Punkte umfasst, die von Bürgern in der Sondersitzung des Umweltausschusses vorgetragen worden waren.

So möchte die Verwaltung wissen, wie hoch der Anteil der externen Entsorgung von Abfallstoffen sein soll und ob die unweit des Eingangsbereichs der vorhandenen Sonderdeponie geplante Anlage überhaupt noch dem vorrangig angestrebten Ziel einer schnelleren Verfüllung der Deponie in Lintfort dienen kann. Unmissverständlich soll die Behörde auch darlegen, ob eine eventuelle Genehmigung der Anlage mit zeitlicher Frist sowie einer Begrenzung der externen Abfallentsorgung versehen wird.

Auch Gutachter sollen antworten

Wissen möchte die Lintforter Verwaltung auch, ob die Behandlungsanlage mit zusätzlichem Verkehrsaufkommen verbunden sein wird. Ergänzend dazu erwartet man gutachterliche Aussagen. Im Fragenkatalog geht es darüber hinaus um Kontrollen der Deponie und Umfang der Kontrollen, den Katalog der Abfallarten sowie Ausdehnung und Höhe der Deponie. Weitere Fragen sollen im Zusammenhang mit der Stellungnahme zur Anlage formuliert werden, mit der sich die politischen Gremien in Lintfort im September befassen.            erp.

Die Bürgerinitiative gegen die Behandlungsanlage tagt am 11. August, ab 19 Uhr im SuS-Heim am Bergweg. Themen: Grundwasserproblematik und die Klage der EBA gegen die Bezirksregierung.

WAZ 8.8.09 (Abschrift)