Niederberg: Klärung nächste Woche?

Deponie Eyller Berg: geschlossene Ablehnung gegen die Erweiterung


Neukirchen-Vluyn. Ein Dauerthema der Politik vor Ort: die Nachfolgenutzung der Zeche Niederberg - aber es scheint einen Hoffnungsschimmer am Horizont zu geben! Wirtschaftsförderin Heike Schönfelder gab angesichts der laufenden Leichtathletikweltmeisterschaften durchaus sportlich bekannt: „Der Besitzer ist nicht gerade ein jamaikanischer Sprinter." Aber eine bundesweit agierende Bank habe die Risikofreistellung übernommen und eine regionale Bank werde noch vor der nächsten Ratssitzung am Mittwoch, 26. August, die Finanzierung freigeben.

Ansonsten beherrschte die Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses hauptsächlich ein Thema: Die Ergänzung der knapp am Rand der Stadt Neukirchen-Vluyn gelegenen Sonderdeponie um eine Sonderabfall-Behandlungsanlage. Otto Sartorius (Kamp-Lintforter Sprecher der Bürgerinitiative „Giftmüll Eyller Berg") fragte erneut, ob die Stadt Neukirchen-Vluyn vom Beobachtungstermin informiert worden sei und ob die Stadt Kamp-Lintfort sich deswegen gemeldet habe. Beides verneinte der Beigeordnete Ralf Eccarius. Aber: „Wir haben jetzt vereinbart, dass beide Städte gemeinsam auftreten. Wir wollen einen Termin bei der Bezirksregierung haben - und notfalls auch einen beim Ministerium." Jeder, der auf den Antrag draufsehe, finde andere Fehler. „Das ist schon skandalös." Dass ein solcher Antrag überhaupt bearbeitet werde, wundere ihn sehr.

Klaus Franzen (CDU) verwies darauf, dass die Kapazitäten für solche Abfälle im Land ausreichten (was der zuständige Minister bestätigte - siehe Artikel oben). Und auch alle anderen Parteien sprachen sich vehement gegen die geplante Erweiterung am Eyller Berg aus. WFK

WAZ/NRZ 21.8.09 (Abschrift)