Ossendott: „Keine Giftstoffe"


KAMP-LINTFORT (RP) Die Geschäftsführung der Eyller Berg Abfallgesellschaft (Eba) in Kamp-Lintfort weist die Kritik von Otto Sartorius, Sprecher der neu gegründeten Bürgerinitiative gegen die Deponie Eyller Berg, zurück: „Die Bezeichnung des Eyller Bergs als Giftberg ist genauso unbegründet wie der von Herrn Sartorius geäußerte Verdacht, dass ein Zusammenhang besteht zwischen dem Eyller-Berg und Krebserkrankungen", heißt es in einem Schreiben.

Deponieverordnung

Auf der Deponie würden nicht etwa Giftstoffe deponiert, sondern Abfälle mit definierten Schadstoffgehalten, die die von der Deponieverordnung vorgegebenen Grenzwerte nicht überschreiten würden, so Ralf und Friedrich Ossendott. Die Deponieverordnung sei ein bundesweit einheitliches Regelwerk, mit dem das Bundesumweltministerium europarechtliche Vorgaben umgesetzt habe und das sämtliche Anforderungen enthalte, die für die Sicherung einer umweltverträglichen und für Anwohner und Mitarbeiter gesundheitsunschädlichen Abfallablagerung einzuhalten seien. „Diese Anforderungen werden auf der Deponie strikt umgesetzt. Es ist ausgeschlossen, dass für die Umwelt und die Nachbarschaft schädliche Stoffe freigesetzt werden", teilt das Unternehmen mit und fährt fort: „Die Deponiegegner können keine Anforderung der Deponieverordnung benennen, die nicht umgesetzt ist." Auch sei nach Auskunft der Bezirksregierung nie eine Beschwerde von Anwohnern wegen Staubbelästigungen eingegangen. „Herr Sartorius selbst weist darauf hin, dass es keinen Beweis für den von ihn konstruierten Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und der Deponie gibt." Unzutreffend sei die Unterstellung der Deponiegegner, dass sämtliche auf dem Gelände verkehrenden Fahrzeuge abgeplant sein müssten. Eine Abplanung sei nicht erforderlich bei den Fahrzeugen, die zurzeit Tonmaterialien für die Einrichtung einer Deponiebasisabdichtung transportieren.

Kein Zutritt für Unbefugte

„ Auch die Vorstellung des Herrn Sartorius, der gesamte Eyller-Berg inklusive der nicht in unserer Verwaltung befindlichen Bergbaufläche müsse mit einem massiven Gitterzaun umschlossen werden, ist nicht richtig. Entscheidend ist, dass Unbefugten der Zutritt zur Deponie verwehrt wird. Dies ist vorliegend gewährleistet."



Rheinische Post 22.8.09 (Abschrift)