Noch nicht veröffentlichter Leserbrief an die Rheinische Post als Reaktion auf den Artikel vom 4.9.09

"Gipfeltreffen auf dem Berg"

In einem irrt sich Ch. Schwerdtfeger, wenn er annimmt, dass den Deponie-Gegnern der Wind aus den Segeln genommen worden wäre. Richtig ist, dass eine gehörige Portion Wut im Bauch zurückgeblieben ist. Die Ausführungen der Herren O. aus KL haben doch eines wieder deutlich gemacht, mit welchen Profis wir es als BI zu tun haben. Es war von vornherein nicht geplant die interessierten Bürger a u f die Deponie zu lassen, der Umweltausschuss wollte wohl auch nicht, auch wenn er die politische Macht gehabt hätte.

 

Eine Firma, die seit sieben Jahren die Bezirksregierung in Düsseldorf an der Nase herumführt und nur die Informationen weitergibt, die gerade nachgefragt werden, lässt erkennen mit wie viel Raffinesse und Hinterlistigkeit hier gearbeitet wird.

Dem Verfasser liegt eine Liste der zugelassenen Abfallarten nach AVV für die Deponie "Eyller Berg" Eyller-Berg Abfallbeseitigungsanlagen GmbH Kamp-Lintfort vor, die 360 Abfallarten enthält, wovon 157 = 43 % hoch gefährlich sind. Wie z. B.:

100213 Schlämme und Filterkuchen a. d. Abgasbehandlung, die gefährliche Stoffe enthalten.

Weder der Laborleiter (wes Herrn Brot ich esse, des Lied ich singe) noch die Herren O. selbst konnten den Beweis antreten, bzw. eine eindeutige Antwort darauf geben, dass solche Stoffe hier nicht abgeladen werden.

Als Anwohner der Geldernschen Straße beobachte ich seit Wochen, dass verstärkt LKW mit Erdbeladung zur Deponie fahren, damit dort das Schlimmste oberflächlich abgedeckt wird. Denn nur so glauben die Betreiber können die Bürger weiter hinter's Licht geführt werden, womit sich die Herren O. diesmal gewaltig irren.

Der Umweltausschuss jedenfalls hatte gemäß seines stellvertretenden Vorsitzenden nichts anderes zu tun, als möglichst schnell wieder ins Rathaus zu kommen, damit man dort die Tagesordnung weiter abarbeiten konnte. Im Übrigen bat er um Emotionslosigkeit bei den Fragen an die Herren O.

Mir kam die ganze Geschichte vor wie der Wolf und die sieben Geißlein, wo der Wolf die Kreide frisst, damit er an die Geißlein kommt.

Helmut Schnüngel