September 2010

Eyller Berg: Politik sagt nein

VON ULRICH JOPPICH - zuletzt aktualisiert: 30.09.2010

Neukirchen-Vluyn (RP) Der Stadtentwicklungsausschuss Neukirchen-Vluyn hat auf Antrag der CDU einstimmig beschlossen, eine Vergrößerung des Deponievolumens und damit eine Verlängerung der Deponielaufzeit abzulehnen.

Deutliche Worte fand der Erste Beigeordnete Ralf Eccarius in der Stellungnahme der Stadt Neukirchen-Vluyn zum Antrag der Eyller-Berg-Abfallgesellschaft auf Erteilung einer Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb einer chemisch-physikalischen Abfallbehandlungsanlage auf der Deponie Ellyer Berg: "Die Stadt Neukirchen-Vluyn fordert nachdrücklich, das Rekultivierungsziel Bewaldung beizubehalten und den Höhenplan von 1969 umzusetzen. Eine Vergrößerung des Deponievolumens und damit eine Verlängerung der Deponielaufzeit wird abgelehnt". Punkt und Ende.

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Eyller Berg: Die Stadt will ein Ende

Moers, 28.09.2010, Wolfgang Krause

Die Abfallverwertung am Eyller Berg beschäftigte den Stadtentwicklungsausschuss in Neukirchen-Vluyn.

Neukirchen-Vluyn. Beim Thema Kombistandort für den Feuerwehrneubau und den Baubetriebshof südlich der Tersteegenstraße kam es noch zur denkbar knappsten Entscheidung, beim Thema Eyller Berg hingegen war sich die Politik einig: Die Mitteilungsvorlage der Verwaltung wurde auf Anregung der CDU kurzerhand zur Beschlussvorlage gemacht – und ihr einmütig zugestimmt. „Keine Genehmigung für eine Abfallbehandlungsanlage“ heißt der Tenor.

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Gesundheit zuerst

Ich finde es großartig, dass die Stadt Kamp-Lintfort sich jetzt für die Einhaltung der vertraglichen Vereinbarungen (Kamp-Lintfort - EBA) einsetzt. Sie hat so auch das gesundheitliche Wohl (Giftmüll, giftige Stäube und so weiter) an oberste Stelle gesetzt. Die EBA will augenscheinlich die Deponie über das Jahr 2016 hinaus betreiben und mit einer „Abfallbehandlungsanlage" bestücken. Womit kann man schon mehr Geld verdienen als mit Müll oder sogar Giftmüll, mit dem niemand etwas zu tun haben will? Der erstaunte Bürger fragt sich, was vertragliche Vereinbarungen wert sein. Beispiele aus der näheren und weiteren Umgebung zeigen manch zweifelhaftes Verhalten von Deponiebetreibern („Müllbarone" im Volksmund).

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Verantwortungslos

So eine Sitzung des Umweltausschusses wie die am 9. September in Kamp-Lintfort muss man sich erst einmal antun. Es ist schon erschreckend, mit wie viel Gleichgültigkeit die Politiker dort ihren Job verrichten. Ich weiß nicht, ob der Ausschussvorsitzende es nicht merken wollte oder gemerkt hat, dass die Bürger es langsam satt haben, diese ewigen Entschuldigungen und Hinweise auf die eigene Verantwortungslosigkeit zu hören. Mit ins Bild passt die mangelhafte Vorstellung des Vertreters der Lineg zur Grundwassersituation. Die Lineg kümmert sich um Magnesium und Calcium im Grundwasser. Die eventuellen Giftstoffe lässt sie vorsichtshalber von Ossendot selbst überprüfen. Wie naiv muss man eigentlich selbst sein oder andere dafür halten, dass darin verantwortliches Tun gesehen werden kann? Die Politik möchte einfach nicht wahrhaben, dass Verträge, die man mit Leuten abschließt, die mit Dreck, Müll und Gift handeln, ebendies auch nur Wert sind. Keine der in dem Vertrag von 2002 andeutungsweise gemachten Zusagen werden eingehalten. Mlacht man die Politik darauf aufmerksam und fordert nun konsequentes Handeln ein, sind sie beleidigt und schmollen. Ich frage mich, warum und wofür sich diese Menschen haben wählen lassen.
Helmut Schüngel, Neukirchen-Vluyn


Leserbrief in der NRZ 24.9.2010, Abschrift

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Eyller Berg: Enttäuscht

Die letzte Umweltausschuss-Sitzung in Kamp-Lintfort spiegelte mal wieder den IQ unserer Stadtväter wider. Sie haben in 2002 dilettantisch gearbeitet und uns eine schwer lösbare Erbschaft hinterlassen. Zum Beispiel nutzte der Bürgermeister die Gelegenheit, sich im Fernsehen zu profilieren, aber in der für uns und seine Mitbürger wichtigen Sitzung erschien er nicht. Angst vor kritischen Fragen? Nein, vielleicht mussten einem 80jährigen Bürger Blumen überreicht werden. Konkrete Fragen konnten nur teilweise beantwortet werden. Frau Hoff als technische Beigeordnete und Herr Schubert als Vorsitzender sagten mehrfach: „Dazu können wir nichts sagen. Dafür bin ich nicht zuständig." Enttäuscht bin ich über die Vertreter der politischen Parteien, denn vor ihnen lag eine 30 Seiten lange Drucksache, in der die Stadt nun endlich gegen die geplante Abfallbehandlungsanlage argumentiert. Die Volksvertreter stellten keine Fragen an die Verwaltung und nach neun Minuten stimmten sie der Drucksache zu! Mal sehen, was aus dieser Sache noch wird.

Heinz Peters, Kamp-Lintfort

Leserbrief in der NRZ, Freitag, 24. September 2010, Abschrift

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