Oktober 2010

Kreis fordert Abdeckung

Harry Seelhoff

Kamp-Lintfort. Dr. Antonius Dicke, Leiter des Kreisveterinäramtes, erläuterte jetzt auf Anfrage der Redaktion die Maßnahmen, die er in Sachen der Giftmülldeponie Eyller Berg angeordnet hatte. „Wir hatten im September erfahren, dass die Bleiwerte zu hoch waren. Als zuständige Behörde für Veterinär- und Lebensmittelüberwachung haben wir die Proben so gezogen, wie die landwirtschaftlichen Produkte verfüttert werden.“

Nicht zutreffend sei die Aussage der Bezirksregierung, dass der Mais entsorgt werden müsse. „Die Pflanze selber zeigte einen erhöhten Bleigehalt, die Körner lagen unterhalb der Grenzwerte“, so Dicke. „Wir haben mit den Landwirten gesprochen. Da die Körner nicht belastet waren, können sie gedroschen werden. Die Pflanze selbst jedoch wird nicht verwertet.“

Der Kreis beprobte drei Liegenschaften rund um den Eyller Berg: einen Acker mit Gerste, die schon eingelagert war, eine Rinderweide und das etwas sieben Hektar große Maisfeld. Acker und Weide wurden nicht beanstandet; die Proben wurden gemäß den futterrechtlichen Vorschriften gezogen. Für ein zweites, in der Nähe liegendes Maisfeld wurde jedoch ebenso die Verwertung der Pflanze untersagt.

Das beprobte Maisfeld, so Dr. Dicke, liegt in der Hauptwindrichtung des Eyller Berges – und es spreche alles dafür, dass die Bleibelastung der Pflanze von außen komme. Dazu Anja Schulte, Sprecherin des Kreises Wesel: „Anfang September wurde die Bezirksregierung von uns aufgefordert, Bodenproben zu ziehen. Heute geht eine Schreiben an die Bezirksregierung, in dem wir eine sofortige Abdeckung der Deponie verlangen.“

 

WAZ/NRZ 27.10.2011, Abschrift

 

 

Angst vor giftiger Luft


Die Bürgerinitiative Giftberg hat immer wieder beantragt, dass am Eyller Berg erneut die Luftqualität gemessen wird. Die Mitglieder erwarten mehr Engagement von der Kamp-Lintforter Verwaltung und den Parteien.

Von Christian Schroeder


Bild: Rheinische Post


KAMP-LINTFORT.
Günther Neu gehört nicht zur Bürgerinitiative  (Bi) Giftberg. Dennoch hatte sich der Kamp-Lintforter Bürger gestern zum Treffen der BI bei Otto Sartorius dazu gesellt. Er möchte, dass in Kamp-Lintfort die Luftqualität gemessen wird. „Und zwar an den richtigen Stellen und lange genug“, fordert Neu. Er stimmt mit Otto Sartorius und den anderen von der BI überein, dass die Luftqualitätsmessung des Landesumweltamt (LANUV) von September 2006 bis Januar 2007 unrichtige Ergebnisse geliefert hätte. Das LANUV hatte damals „keine Auffälligkeiten“ in den Werten gefunden. „Wir brauchen eine Dauermessung am Eyller Berg“, sagt Günther Neu. Er glaubt, dass man dann Kontaminationen, die von der Mülldeponie herrühren, in der Luft nachweisen würde.

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Schnelleres Deponie-Ende durch Wald

 

Moers, 28.10.2010, Ulrich Ernenputsch

Deponie in Kamp-Lintfort an der EyllerBerg-Straße.  Foto: Ulla Michels WAZ FotoPool

Deponie in Kamp-Lintfort an der EyllerBerg-Straße. Foto: Ulla Michels WAZ FotoPool

 

Kamp-Lintfort/Neukirchen-Vluyn. Noch immer ärgert sich Hans Faasen mächtig, wenn er an die jüngste Sitzung des Kamp-Lintforter Umweltausschusses denkt. In Rage bringt ihn die Nonchalance, mit der die Politiker über seine Sorgen hinweggegangen seien.

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Sorge der Landwirte vor dem Eyller Berg

von Anja Katzke

Kamp-Lintfort. Ob Hans Faasen zur nächsten Sitzung des Umweltausschusses kommt? "Das kann ich mir eigentlich sparen", sagte der Landwirt aus Kamp-Lintfort jetzt im Gespräch mit dem Grafschafter.

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Geruchsbinder sorgte für Gestank

Kamp-Lintfort/Neukirchen-Vluyn. Ulrich Blauert, Sprecher der Bürgerinitiative „Giftberg“, macht darauf aufmerksam, dass unlängst in den Vormittagsstunden eine starke Geruchsentwicklung vom Eyller Berg ausgegangen sei. Ein Anwohner habe daraufhin die Bezirksregierung informiert, die rasch handelte. Innerhalb einer Stunde erschien ein Vertreter der Düsseldorfer Behörde vor Ort, konnte jedoch keine auffälligen Gerüche mehr feststellen.

Dennoch ging er dem Hinweis auf den Grund und fand, so Jennifer Spitzner, Pressesprecherin der Bezirksregierung, heraus, das ein Mittel, das eigentlich Gerüche unterbinden soll, in zu hoher Konzentration zum Einsatz gekommen war. Der Betreiberin der Sonderdeponie wurde auferlegt, die Mittelkonzentration künftig geringer zu halten sowie die Einsätze des Geruchsbinders zu dokumentieren. Jennifer Spitzer: „Wir gehen davon aus, dass sich das Problem erledigt hat.“ erp.

 

Quelle: WAZ, 13.10.2010, Abschrift

 
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