Oktober 2011

Telefon steht nicht mehr still

Bürgerinitiative: Anordnung ist entlarvend

Kamp-Lintfort. Die BI, so Ulrich Blauert, fordert Regierungspräsidentin Anne Lütges sowie Umweltminister Johannes Remmel zu folgenden ersten Maßnahmen auf: Sofortige Einrichtung einer Informationsstelle, die alle Fragen der in hohem Maße verunsicherten Bevölkerung beantwortet: „Wir werden täglich von einer großen Zahl von besorgten Bürgern angesprochen."

Schwerpunkte dieser Anliegen sei die Beantwortung folgender Fragen: Wann und welche weiteren Giftstoffe werden in der Umgebung des Giftberges gesucht (über 100 giftige Substanzen dürfen auf dem dem Giftberg entsorgt werden)? Wie wird bei der Auswahl der zu suchenden Giftstoffe vorgegangen? Werden unverzüglich Blutuntersuchungen der am Giftberg lebenden Bevölkerung angeboten? Werden die Arbeiter auf der Deponie sofort und umfassend untersucht? Wie wird sicher gestellt, das der Boden von Privatpersonen mit Nutzgarten umgehend nach relevanten Giftstoffen untersucht wird? Zudem werden zeitnahe, konkrete Informationen gefordert, wie die Maßnahmen wie Abdeckung des Giftmülls auf der Deponie, und das Verbot der Anlieferung staubiger Stoffe durchgesetzt werden. Die politisch Verantwortlichen seien gefordert, ihrer Ankündigung nach Transparenz und einer ergebnisoffenen Prüfung Taten folgen zu lassen.

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Initiative: Sofort Infostelle einrichten

Kamp-Lintfort. „Wir haben eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Bezirksregierung Düsseldorf eingereicht“, teilte gestern Ulrich Blauert, Sprecher der Bürgerinitiative gegen die Giftmülldeponie Eyller Berg (BI) mit. „Vor dem Hintergrund der jetzt vorliegenden erschreckenden Meldungen über deutlich erhöhte Bleiwerte nicht nur in der Messstation am östlichen Fuß des Giftberges, sondern auch auf den Maispflanzen unmittelbar in der Nähe der Messstation" fordert die Bürgerinitiative die Bezirksregierung zu sofortigen Maßnahmen auf.

WAZ/NRZ 29.10.2011 (Abschrift)

 

Hohe Bleiwerte im Futtermais

Kamp-Lintfort. Bei Untersuchungen von Futtermais, der auf einem Acker an der Deponie Eyller Berg angepflanzt wird, wurden sechsfach erhöhte Bleiwerte gemessen. Wie die Bezirksregierung am Dienstagnachmittag mitteilte, wurden die Untersuchungen vom Kreis Wesel als zuständiger Veterinärbehörde durchgeführt.

Der Mais ist noch nicht geerntet, so dass der belastetet Mais nicht als Tierfutter weiterverarbeitet, sondern entsorgt wird. Für die Ausfälle des Bauern wird voraussichtlich der Verursacher die Kosten tragen müssen.

Als Sofortmaßnahmen wird die Bezirksregierung Düsseldorf anordnen, dass offene Ablagerungsbereiche abgedeckt werden. Zudem wird bis auf Weiteres die Annahme der staubigen Abfälle untersagt.

Mit einem umfassenden Untersuchungsprogramm (Boden, Luft, Pflanzen, Wasser) soll die Ursache für die erhöhten Werte ermittelt und weitere Belastungen für die Zukunft ausgeschlossen werden. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat bereits vor einigen Wochen Bodenproben veranlasst. Ergebnisse liegen jedoch bislang nicht vor.

 

WAZ/NRZ 26.10.2011, Abschrift

 

 

Kamp-Lintfort steuert auf einen Müllskandal zu

Im Bereich der Deponie Eyller Berg wurden auf einem Maisfeld sechsfach erhöhte Bleiwerte gemessen. Das hat die Bezirksregierung Düsseldorf bekannt gegeben. Jetzt muss die Ernte vernichtet werden.

Der Bauer soll für den Ausfall entschädigt werden. Die Kosten soll voraussichtlich der Verursacher, also der Deponiebetreiber übernehmen. Desweiteren darf am Eyller Berg ab sofort kein Müll mehr angenommen werden der Staub erzeugt. Die Bezirksregierung hat außerdem umfassende Untersuchungen angeordnet. Boden, Luft, Pflanzen und Wasser in der Nähe der Kamp-Lintforter Mülldeponie sollen genau unter die Lupe genommen werden. Erst gestern war bekannt geworden, dass die Bürgerinitiative gegen den Eyller Berg die Bezirksregierung verklagen will, weil sie bisher nicht gehandelt hatte.

Quelle: http://www.radiokw.de/Lokalnachrichten.1216+M59e1ae1806f.0.html

26.10.2011

 

 

Eyller Berg: Werte für Nickel und Blei zu hoch

Moers, 21.10.2011, Harry Seelhoff

Kamp-Lintfort. Wie die Bezirksregierung Düsseldorf gestern mitteilte, hat das Landesamt für Natur-, Umwelt und Verbraucherschutz die Ergebnisse der Staubmessungen westlich der Deponie Eyller Berg für den Monat August bekannt gegeben.

„Mit 0,144 Gramm liegt die Menge an Staub pro Quadratmeter und Tag deutlich unter dem zulässigen Immissionswert von 0,35 Gramm. Für Blei und Nickel wurden jedoch erneut erhöhte Werte gemessen. Der Wert für Blei liegt mit 258,1 millionstel Gramm pro Quadratmeter und Tag wiederum über dem Prüfwert von 100. Auch der Wert für Nickel war mit 18 millionstel Gramm pro Quadratmeter im Monat August erhöht. Die eingerichtete Kontrollmessstelle bestätigt diese Werte“, so die Bezirksregierung.

Eine abschließende Bewertung der Messungen sei erst nach Beendigung einer Messreihe eines Jahres möglich. Bei der Deponieüberwachung werde „die Einhaltung der Staubminderungsmaßnahmen weiterhin durchgesetzt, auch die intensiven Kontrollen werden fortgesetzt“.

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/moers/Eyller-Berg-Werte-fuer-Nickel-und-Blei-zu-hoch-id5186185.html

22.10.2011

 
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