Mai 2012

Druck auf Bezirksregierung

VON ANJA KATZKE - zuletzt aktualisiert: 11.05.2012

Kamp-Lintfort (RP). Die Deponie Eyller Berg überschreitet den Höhenplan von 1969: laut Stadtverwaltung im Süden um 9,5 Meter, im Norden um sieben Meter. Bürger und Politiker nahmen Donnerstag die Vertreter der Aufsichtsbehörde "in die Mangel".

Das gab's noch in keiner Sitzung des Umweltausschusses in Kamp-Lintfort: Applaus für die Stadtverwaltung. Nachdem die Bezirksregierung in Düsseldorf als Aufsichtsbehörde die Ergebnisse der Vermessung des Eyller Berges mit Verweis auf die im Rahmen der Mediation vereinbarte Vertraulichkeit nicht veröffentlicht hatte, fand Jürgen Roosen für die Verwaltung einen anderen Weg, um einen Höhenplan des Eyller Berges zu erstellen, und zwar auf Basis einer Befliegung der Kölner Bezirksregierung. Die Behörde stellte der Stadt Höhendaten für ein digitales Geländemodell des Eyller Berges zur Verfügung. Diese Daten wurden im Jahr 2011 durch eine Befliegung mit Höhenmessung gewonnen.

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Also doch: Giftberg ist zu hoch

Stadt führt Bezirksregierung vor und präsentiert Einmessung der Mülldeponie

Von Harry Seelhoff

Kamp-Lintfort. Ist die Giftmülldeponie Eyller Berg zu hoch? Liegt dort viel mehr giftiger Abfall, als es eigentlich sein dürfte? Wer sich den Berg ansieht, für den ist's mehr Gewissheit denn Vermutung. Aber offiziell - offiziell existierte keine Einmessung. Die Bezirksregierung Düsseldorf rückt die Daten nicht raus, da sie Teil eines gerichtlichen „Mediationsverfahrens" sind. Damit konnte und wollte sich Jürgen Roosen von der Stadt Kamp-Lintfort nicht abfinden: Gestern legten er und der Erste Beigeordnete Dr. Christoph Müllmann in der Umweltausschusssitzung die Fakten auf den Tisch.

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