Juni 2012

„Stille Demo“ gegen den Eyller Berg

Am Entstehungsort des Bürger-Widerstandes“, dem Ort der Demonstration vom 1. Mai, genauer gesagt am Ortsausgang der Eyller Straße/ Ecke Feldstraße, wurden am Mittwochabend die zwölf Figuren der „Stillen Demo“ des Moerser Künstlers Pit Bohne installiert.

Das Kunstwerk wurde mit einem Tieflader von Moers nach Kamp-Lintfort transportiert. Der Kamp-Lintforter Lutz Malonek hatte sich seit einigen Monaten dafür eingesetzt, dass die „Stille Demo“ als Ausdruck des Bürgerprotests gegen die Giftmülldeponie Eyller Berg in deren unmittelbarer Nähe aufgestellt wird. Dies ist nun gelungen; Pit Bohne überwachte persönlich die Installation.

„Da die 1. Mai-Demo auf der Eyller Straße ein voller Erfolg war, der mich auch letztendlich in Sachen der Straßendemo bestärkt hat, müssen wir jetzt alle gegen die Ankündigung des Herrn Dr. Ossendot ankämpfen“, so Malonek in einer Pressemitteilung. „Noch weitere 1 000 000 Kubikmeter von noch giftigerem und noch gefährlicherem Sondermüll auf diesem Berg abzukippen, das schlägt dem Fass jetzt den Boden aus. Dieses Vorhaben können wir Anwohner einfach nicht mehr verstehen. Wir werden nicht mehr tatenlos zusehen und müssen mit allen erlaubten Mitteln des Protestes dagegen ankämpfen. Genug ist genug, es muss auf diesem Berg der Deckel drauf!“

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-moers-kamp-lintfort-neukirchen-vluyn-rheurdt-und-issum/stille-demo-gegen-den-eyller-berg-id6819974.html

 

Der Protest der Anwohner gegen die Mülldeponie Eyller Berg in Kamp-Lintfort soll ab heute täglich deutlich zu sehen sein.

Am späten Abend werden an der Eyller Straße zwölf große Protestfiguren zu einer "Stillen Demo" aufgestellt.

Die neu gegründete Anwohnerinitiative "Endlager Mensch" hat die Ausstellung der Skulpturen in die Wege geleitet. Sie kämpft für die Schliessung der Mülldeponie. Bis zu 10tausend Menschen aus Rayen, Neukirchen-Vluyn und Kamp-Lintfort sind ihren Angaben nach betroffen. Sie haben Angst vor Langzeitschäden durch den gelagerten Giftmüll. Ihre Kritik richtet sich gegen die Bezirksregierung als Aufsichtsbehörde. Die lehnt offenbar eine Untersuchung der Anwohner bisher ab.

Quelle: Radio KW

 

Moers Eyller Berg: CDU will Lintforter Beschlüsse unterstützen

Moers (RP). Aufgrund der aktuellen Entwicklung zum Thema Eyller Berg hat die Neukirchen-Vluyner CDU einen Dringlichkeitsantrag zur kommenden Ratssitzung in der Stadt Neukirchen-Vluyn eingebracht.

„Wir unterstützen die Beschlüsse des Kamp-Lintforter Haupt- und Finanzausschusses und fordern vehement die Bezirksregierung auf, die Deponie sofort zu schließen und das Verfahren zur Errichtung einer Abfallbehandlungsanlage einzustellen", teilte gestern Pressesprecher Günther Fesselmann mit.

Lutz Malonek von der Kamp-Lintforter Interessengemeinschaft "Endlager Mensch" will jetzt Zeichen setzen: Schon in der nächsten Woche soll sich die "Stille Demo" des Moerser Künstlers Pit Bohne an der Eyller- und der Eyller Berg Straße formieren. Die behördlichen Zusagen liegen laut Malonek vor. Mit der Installation soll der Protest der Bürger gegen die Deponie Eyller Berg auf die Straße getragen werden.

 

Quelle: URL: http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/moers/nachrichten/eyller-berg-cdu-will-lintforter-beschluesse-unterstuetzen-1.2880581

 

 

 

SPD schaltet Staatsanwalt ein

VON ANJA KATZKE - zuletzt aktualisiert: 21.06.2012

Kamp-Lintfort (RP). Die Kamp-Lintforter SPD-Fraktion hat Strafanzeige gegen den Betreiber der Deponie Eyller Berg erstattet. Erstmals reagiert der Betreiber öffentlich. Er weist den Vorwurf zurück, die Deponie sei unzulässig überhöht.

Die SPD legt eine härtere Gangart gegen den Betreiber der Deponie ein. "Die Stadt Kamp-Lintfort hat auf Basis wissenschaftlicher Daten errechnet, dass bereits heute mehr Müll abgelagert wurde, als es der genehmigte Höhenplan zulässt.

Das verstößt aus unserer Sicht gegen geltendes Recht und deshalb haben wir Anzeige erstattet", begründet SPD-Fraktionschef Heinz-Günter Schmitz den Schritt. Die SPD-Vertreter bewerten die Situation auf dem Eyller Berg als unerlaubten Umgang mit Abfällen. Grundlage ist der Paragraf 326 des Strafgesetzbuches. Aus Sicht des SPD-Landtagsabgeordneten René Schneider muss die Staatsanwaltschaft ermitteln und darauf hinwirken, dass kein weiterer Abfall mehr angeliefert werden darf.

"Aufgrund der sehr guten Arbeit der Stadtverwaltung haben wir die Überschreitung der genehmigten Höhen nun schwarz auf weiß. Damit erlischt aus unserer Sicht das Recht der Deponiebetreiber, weiteren Müll dort abzulagern", sagt Schneider.

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Die Giftmülldeponie ist längst voll

Die Stadt Kamp-Lintfort hat die auf dem Eyller Berg liegenden Mengen berechnet, mit brisantem Ergebnis: Es liegen bereits jetzt rund 310 000 Kubikmeter zu viel Giftmüll auf der Deponie.

Der Umweltskandal um die Giftmülldeponie Eyller Berg nimmt mit jedem Monat größere Ausmaße an, ohne dass das Umweltministerium eingreift. Hatte die Stadt Kamp-Lintfort nach mühevollen Eigenrecherchen im Mai die Fakten zur Überhöhung des Eyller Berges präsentiert, so haben die am Dienstag offen gelegten Zahlen eine weitaus größere Brisanz: Es liegen bereits jetzt rund 310 000 Kubikmeter zu viel Giftmüll auf der Deponie. Bürgermeister Christoph Landscheidt forderte als Konsequenz ihre sofortige Schließung.

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