Januar 2013

Mahnmal gegen die Mülldeponie

Selbst Karl Josef Rieger, Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Josef, zeigte am Montagvormittag Flagge, als an der Eyller Straße ein zweieinhalb Meter hohes und eineinhalb Meter breites Holzkreuz als Mahnmal gegen die Mülldeponie Eyller Berg aufgestellt wurde. Die Idee einiger Mitglieder der Interessengemeinschaft (IG) Endlager Mensch, darauf einen Menschen zu tragen, quittierte er allerdings nur mit einem schmalen Lächeln.

Dennoch ist Rieger ein entschiedener Gegner der Deponie. „Ich bekomme den Gestank von der Deponie mit, wenn ich Messen in der Eyller Kirche halte. Alle Menschen im Umkreis der Deponie sind von ihr betroffen. In der Kirche wurde deswegen schon eine Madonnenstatue aufgestellt. Und ich habe es noch nie bisher erlebt, dass ich, wenn ich eindeutig Position für eine Sache bezogen habe, keinen Widerspruch bekommen habe. Normalerweise gibt es immer jemanden, der anderer Meinung ist. Aber in Eyll/Rayen ist das nicht der Fall.“

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René Schneider fordert Ende der Mediation

Kamp-Lintfort. Einen genauen Termin für das Ende des ungeliebten Mediationsverfahrens in Sachen "Eyller Berg" hat der SPD-Landtagsabgeordnete René Schneider in einem Brief an die Regierungspräsidentin in Düsseldorf gefordert.

"Dass über die Inhalte des Verfahrens Stillschweigen vereinbart ist, können viele Menschen zwar nicht nachvollziehen, sie haben es jedoch zu akzeptieren gelernt. Transparenz hingegen sollte über die weitere Dauer und den Umfang der (voraussichtlich) noch nötigen Mediationsrunden hergestellt werden", schreibt Schneider in seinem Brief. Da es mehrere verschiedene Angaben darüber gebe, bis wann sich Bezirksregierung und die Betreiberfirma der Giftmülldeponie einigen werden, sei es an der Zeit, Klarheit zu schaffen.

"Für mindestens eine Seite ist das Hinauszögern des Abschlusses ein gewinnbringendes Spiel auf Zeit", schätzt der Kamp-Lintforter die derzeitige Situation ein. Deswegen müsse man nun zum Ende kommen, "ein Ende übrigens, das alle Bürgerinitiativen und der Rat der Stadt Kamp-Lintfort schon vor Monaten gefordert haben."

Quelle: WAZ 05.01.2013, Abschrift.

 
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