Juni 2013

Erhöhte Nickel-Werte am Eyller Berg

Feinstaub-Ergebnisse im März unauffällig

Kamp-Lintfort. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) hat die Ergebnisse der Staubmessungen an der Deponie Eyller Berg für den Monat März 2013 bekanntgegeben. Dabei wurden an drei Messstellen im südlichen Bereich der Deponie im Staubniederschlag erhöhte Werte für Nickel gefunden, während der Anteil des Gesamtstaubs gering war und deutlich unter dem zulässigen Immissionswert lag.

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Mülldeponie Eyller Berg: Diskussionen und kein Ende

Lange Zeit fristete die Mülldeponie Eyller Berg nur ein Schattendasein in der politischen Auseinandersetzung. Das ist mittlerweile grundlegend anders geworden. Bürgermeister Christoph Landscheidt tritt seit einiger Zeit als vehementer Streiter wider die Deponie und ihren Weiterbetrieb auf, hat sich auch schon juristischen Ärger eingehandelt. Und es existieren Strafanzeigen wegen des unsachgemäßen Umgangs mit Gefahrstoffen. Ohne Frage: Der Eyller Berg ist ein brisanter Stoff.

Allerdings kommt die immer wieder in Ausschuss- und Ratssitzungen aufflammende Diskussion inhaltlich nicht sehr viel weiter. Die Umweltausschusssitzung am Donnerstag war wieder einmal ein Beleg dafür. Und Mal für Mal gibt es dieselben Feindbilder: den Deponiebetreiber EBA und die Bezirksregierung sowie das Umweltministerium in Düsseldorf.

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Deponie-Betreiber lässt Bäume entfernen

VON STEFAN GILSBACH - zuletzt aktualisiert: 07.06.2013

Kamp-Lintfort (RP). Ohnmächtige Wut im Umweltausschuss: Eine beträchtliche Fläche mit Laubholz hat die Abfallgesellschaft auf dem Eyller Berg beseitigt. Die Bezirksregierung Düsseldorf sieht keinen Grund zum Eingreifen.

Wenn der Umweltausschuss in Kamp-Lintfort tagt, fühlt man sich an die Qualen des Sisyphos erinnert. Der musste einen schweren Stein immer wieder den gleichen Berg hochschieben. In diesem Fall ist es der Eyller Berg, und die Hilflosigkeit von Stadt und Politik gegenüber der Deponie und ihren Betreibern wurde gestern wieder deutlich. Vor der Sitzung waren die Ausschussmitglieder zu einem Ortstermin am Eyller Berg zusammengekommen. Der Anlass: Die Stadt hat festgestellt, dass die Betreiberfirma ein beträchtliches Stück Wald – genauer gesagt: Laubholzbestockung – entfernt hat, und zwar ohne Genehmigung des Kreises Wesel oder des Landesbetriebes Wald und Holz. Die Stadt wandte sich an die Bezirksregierung. Und die stellt sich wieder auf die Seite der Abfallgesellschaft. Die Deponiefläche habe sich stellenweise verschoben, und die ursprünglich vorgesehene Grenze der Auskiesungsfläche sei im Verlauf der Abgrabungsarbeiten im Südosten überschritten worden. "Dadurch sei der nach der Waldumwandlungsgenehmigung von 1972 zu erhaltende Waldsaum tangiert worden", referiert die Stadt. Doch alles halb so schlimm in den Augen der Bezirksregierung: Man habe inzwischen "die Genehmigungslage den faktischen Gegebenheiten angepasst". Ein Fehlverhalten der Deponiebetreiber sieht man nicht. Der Stadt bleibt nur Achselzucken. "Da können wir nichts Konstruktives mehr tun", meint Dezernent Martin Nothoff. "Eine Wiederaufforstung wäre nicht verhältnismäßig, da hat die Bezirksregierung Recht. Wir können auf die Rekultivierung hoffen."

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