Eyller Berg: Verblüffendes in den Akten

VON STEFAN GILSBACH - zuletzt aktualisiert: 12.07.2013

Kamp-Lintfort (RP). Kamp-Lintforter Grüne sichteten Unterlagen der Bezirksregierung aus zehn Jahren. Dabei entdeckten sie Unerwartetes.

Nein, ein Vergnügen sei das nicht gewesen, meint Johannes Tuschen. Der Grünen-Fraktionschef aus Kamp-Lintfort und seine Mitstreiter hatten teilweise sogar Urlaub genommen, um sich durch die vielen Aktenordner zu arbeiten, die zum Thema Eyller Berg bei der Bezirksregierung liegen. Die Mühe hat sich jedoch gelohnt. Die Ratsmitglieder sehen nun klarer. "Die Bürgerinitiativen gegen die Deponie arbeiten oft mit Mutmaßungen und Hypothesen", meint Tuschen. Und das wolle man als Ratsfraktionen eben nicht. Also stürzte man sich in die einschlägigen Unterlagen.

Beim Wälzen der Aktenordner stießen die Mitglieder auf Erstaunliches. Eine Kostprobe: Die für den Eyller Berg zuständige Sachbearbeiterin der Bezirksregierung schied 2006 dort aus und tauchte 2008 in den Akten als Mitarbeiterin des Deponiebetreibers wieder auf. Und so herrsche beim Schriftverkehr mit den ehemaligen Kollegen in Düsseldorf die vertraute Anrede "Du". Johannes Tuschen kommentiert lakonisch: "Das zeigt, wie Ossendot arbeitet."

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