Presseartikel

Die Giftmülldeponie ist längst voll

Die Stadt Kamp-Lintfort hat die auf dem Eyller Berg liegenden Mengen berechnet, mit brisantem Ergebnis: Es liegen bereits jetzt rund 310 000 Kubikmeter zu viel Giftmüll auf der Deponie.

Der Umweltskandal um die Giftmülldeponie Eyller Berg nimmt mit jedem Monat größere Ausmaße an, ohne dass das Umweltministerium eingreift. Hatte die Stadt Kamp-Lintfort nach mühevollen Eigenrecherchen im Mai die Fakten zur Überhöhung des Eyller Berges präsentiert, so haben die am Dienstag offen gelegten Zahlen eine weitaus größere Brisanz: Es liegen bereits jetzt rund 310 000 Kubikmeter zu viel Giftmüll auf der Deponie. Bürgermeister Christoph Landscheidt forderte als Konsequenz ihre sofortige Schließung.

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Eyller Berg, Kultur, Bildung

Kamp-Lintfort (RP). Nicht nur Masterplan und Haushalt sind für die Sozialdemokraten wichtige Themen, an denen sie dran bleiben wollen. Eine deutliche Position beziehen die Politiker inzwischen zur Mülldeponie Eyller Berg und zur geplanten Abfallbehandlungsanlage.

Heinz-Günter Schmitz hat die Betreiberfirma mit der Bitte angeschrieben, die Vermessungsdaten des Eyller Berg zu veröffentlichen. Eine Antwort kaum laut Schmitz nach fünf Wochen: "Wir wurden aufgefordert, nicht durch die politische Einwirkung die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Mediationsverfahren zu gefährden", berichtet Uwe Schubert, Vorsitzender des Umweltausschusses. Für die Sozialdemokraten steht fest, dass der Berg zu hoch und die Böschungen zu steil sind. "Das Schüttvolumen ist längst erreicht. Vor diesem Hintergrund ist der Antrag auf Errichtung einer Abfallbehandlungsanlage eine Unverschämtheit."

Bildung, Kultur und Sport sind weitere Aktionsfelder der SPD-Fraktion. (...)

Quelle: http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/moers/nachrichten/eyller-berg-kultur-bildung-1.2869774

 

Eyller Berg: Ossendot-Antrag liegt ab 1. Juni aus

Kamp-Lintfort. Die Bezirksregierung Düsseldorf teilte gestern folgendes mit: Die Firma Ossendot Umweltschutz hat beantragt, auf dem Gelände der Deponie Eyller Berg eine chemisch-physikalische Behandlungsanlage für Abfälle errichten zu dürfen. In der Anlage sollen Abfälle so behandelt werden, dass diese auf der Deponie Eyller Berg abgelagert werden können (zum Beispiel durch Verfestigung staubender Abfälle).

Nach dem Ende der Abfallablagerung auf der Deponie sollen mit der Anlage Materialien zum Einbau in der Rekultivierungsschicht hergestellt werden. Nach dem Ende der Rekultivierungsarbeiten wird die Anlage wieder abgebaut. Sämtliche mit der Anlage behandelten Abfälle und Materialien werden ausschließlich auf der Deponie Eyller Berg verwendet.

Ossendot hat einen Anspruch auf Durchführung des Genehmigungsverfahrens innerhalb bestimmter Fristen. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens erfolgt eine Beteiligung der Öffentlichkeit. Der Antrag wurde am 24. Mai in der Presse und im Amtsblatt der Bezirksregierung Düsseldorf öffentlich bekanntgemacht: www.brd.nrwde/wirueberuns/Amtsblatt.

Die Antragsunterlagen liegen vom 1. Juni bis 2. Juli zur Einsichtnahme aus. Bis einschließlich 16. Juli können Einwendungen gegen das Vorhaben der Firma Ossendot erhoben werden: Bezirksregierung Düsseldorf, Dezernat 52, Cecilienallee 2. Der Erörterungstermin findet voraussichtlich am 28. August, 10 Uhr, im Valkensaal des Hotels Van der Valk, Krefelder Straße 169 in Moers statt. Terminverschiebungen werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Die Unterlagen können bei der Bezirksregierung in Düsseldorf (Dienstgebäude Am Bonneshof 35) sowie in den Rathäusern in KampLintfort, Raum 410, und Neukirchen-Vluyn, Raum 218, eingesehen werden.

Quelle: WAZ 25.05.2012

 

Firma will neue Anlage auf Deponie Eyller Berg

zuletzt aktualisiert: 25.05.2012

Moers (RP). Kamp-Lintfort/Neukirchen-Vluyn (RP) Die Firma Ossendot Umweltschutz GmbH hat beantragt, auf dem Gelände der Deponie Eyller Berg eine chemisch-physikalische Behandlungsanlage für Abfälle errichten zu dürfen. Das teilt die Bezirksregierung Düsseldorf mit.

"In der Anlage sollen Abfälle so behandelt werden, dass diese auf der Deponie Eyller Berg abgelagert werden können (zum Beispiel durch Verfestigung staubender Abfälle). Nach dem Ende der Abfallablagerung auf der Deponie sollen mit der Anlage Materialien zum Einbau in der Rekultivierungsschicht hergestellt werden", heißt es in der Mitteilung der Bezirksregierung. "Nach dem Ende der Rekultivierungsarbeiten wird die Anlage wieder abgebaut. Sämtliche mit der Anlage behandelten Abfälle und Materialien werden ausschließlich auf der Deponie Eyller Berg verwendet."

Unterlagen sind einzusehen

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für diese Anlage werde nunmehr die Öffentlichkeit beteiligt. Die entsprechenden Unterlagen lägen in der Zeit vom 1. Juni bis 2. Juli zur Einsichtnahme für die interessierten Bürger aus, und zwar vor Ort im Kamp-Lintforter Rathaus, Raum 410, und im Rathaus Neukirchen-Vluyn Raum 218, jeweils zu den üblichen Öffnungszeiten.

Während dieses Zeitraums könnten sich Interessierte informieren und bis einschließlich 16. Juli Einwendungen gegen die Pläne der Firma Ossendot erheben. Diese seien an die Bezirksregierung Düsseldorf zu richten, an folgende Adresse: Dezerenat 52, Cecilienallee 2, 40474 Düsseldorf.

Im Internet finden Bürger die Bekanntmachung unter

www.brd.nrw.de/wirueberuns/Amtsblatt/2012/Amtsblatt_20_2012.pdf

Quelle: http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/moers/nachrichten/firma-will-neue-anlage-auf-deponie-eyller-berg-1.2844445

 

Eilantrag der CDU zur Deponie fand allgemeine Zustimmung

(... Wellings...)

Zuvor jedoch stand ein Eilantrag der CDU zur Giftmülldeponie Eyller Berg auf der Tagesordnung. Nach kurzer, aber intensiver Diskussion stimmten sämtliche Ausschussmitglieder dafür, die Bezirksregierung solle folgendes tun: Neukirchen-Vluyn am Mediationsverfahren beteiligen, das Genehmigungsverfahren für eine Abfallbehandlungsanlage bis zur Mediationsentscheidung stoppen, deren bisherige Ergebnisse sowie die aktuellen Höhen der Deponie veröffentlichen.

Die Verwaltung fand sehr klare Worte für das bisherige Verhalten der Düsseldorfer Bezirksregierung. Eccarius: „Grundlage für eine Mediation ist die Beteiligung aller – sonst ist das höherer Unfug.“ So wie die Mediation bislang gehandhabt würde, bliebe nur eine Interpretation: Man wolle etwas verstecken. Ludwig Knoblach, Leiter des Planungs- und Bauordnungsamtes, legte den Finger in die schwärende Wunde: „Es ist bemerkenswert, dass eine überwachte Deponie so überhöht ist.“ Was nichts anderes besagen will, als dass die Bezirksregierung ihren Job nicht gemacht hat – aus welchen Gründen auch immer.

 

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-moers-kamp-lintfort-neukirchen-vluyn-rheurdt-und-issum/fussbodenheizung-im-stall-freut-nur-die-kuehe-id6670267.html

 
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